Kochelsee und Umgebung

Traumhafte Wanderungen und Bergtouren

(aktualisiert am )

Die malerische Landschaft rings um den Kochelsee bietet ideale Bedingungen zum Wandern. Von der gemütlichen Runde im Tal bis zur Gipfeltour auf einen der bekannten Münchner Hausberge ist dort für jeden Geschmack etwas dabei. Neben dem dichten Netz aus gepflegten Wanderwegen gibt es auch den einen oder anderen einsamen Steig zu entdecken.

Insidertipps zum Wandern am Kochelsee

Blick vom Heimgarten hinab zum Kochelsee. Rechts im Bild sind Rabenkopf und Jochberg zu sehen.

Generationen von Kunstmalern wurden von der Bilderbuch­landschaft am Kochelsee angezogen und zu berühmten Werken inspiriert. Besonders mit der Gegend verbunden war der expressionistische Maler Franz Marc. Einer seiner Lieblingsplätze war die Staffelalm1 oben am Rabenkopf. Angesichts des Panoramas und der lieblichen Umgebung kann man das nur allzu gut nachvollziehen.
Es lohnt sich auf jeden Fall, den Spuren von Franz Marc zu folgen und die zwar etwas weite, aber leichte Wanderung hinauf zur Staffelalm zu unternehmen. Im Inneren des Almgebäudes hinterließ der Maler das Wandbild Grüne Hirsche, das nach der Renovierung wieder in altem Glanz erstrahlt. Eine zünftige Brotzeit gibt es auf der Staffelalm natürlich ebenfalls.

Zu Recht sehr beliebt ist außerdem der romantische Felsenweg2 zwischen Altjoch und Raut. Während der Uferbereich ansonsten eher flach ist, drängt sich im Südwesten eine Felswand in den See hinaus. Durch diese Wand wurde der besagte Weg angelegt. Rund um den Kochelsee befinden sich mehrere Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise das Walchenseekraftwerk oder der Lainbachfall3. Diese lassen sich gut mit dem Felsenweg kombinieren. Im Sommerhalbjahr verkehrt auf dem Kochelsee übrigens ein Ausflugsboot. Mit diesem gelangt man direkt an die schönsten Stellen und kann von dort aus loswandern.

Mit Rabenkopf, Jochberg, Herzogstand und Heimgarten stehen einige der bekanntesten Münchner Hausberge am Kochelsee. Das wichtigste Gipfelziel ist zweifellos der Herzogstand4. Mehrere Wege sowie eine Seilbahn führen hinauf. Wie der Name bereits verrät, schätzten die bayerischen Herrscher den imposanten Berg. Es verwundert nicht, dass sich auch König Ludwig II. gerne dort aufhielt und verschiedene Bauten errichten ließ. Über den Herzogstand existieren so viele Geschichten, dass dazu schon ganze Bücher geschrieben wurden. Doch am besten erlebt man den Herzogstand bei einer Bergtour vor Ort.

Ein wenig nördlich des Kochelsees liegt die beeindruckende barocke Klosteranlage von Benediktbeuern. Ausgehend von Benediktbeuern lassen sich verschiedene naturkundliche Wanderungen in die angrenzenden Moore und die Flyschberge unternehmen. Interessant ist unter anderem das Lainbachtal5. Derart große Aufschlüsse an Flyschgestein, die zudem noch leicht zugänglich sind, gibt es nirgends sonst in den Bayerischen Alpen.

Wer den Ausflug zum Kochelsee mit einem Kulturprogramm verbinden möchte, kann eines der Museen besuchen. Unbedingt sehenswert ist das Freilichtmuseum Glentleiten6. Für den Besuch in der weitläufigen Anlage sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden. Weitere lohnende Museen sind die historische Fraunhofer Glashütte in Benediktbeuern und das Franz Marc Museum in Kochel.