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Kampenwand Ostgipfel (1664 m) von Aschau

Rundweg via Steinlingalm

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Einer der beliebtesten Aussichtsberge im Chiemgau ist die Kampenwand. Die Wanderung von Aschau verläuft über gastfreundliche Almen hinauf zu dem markanten Felskamm mit seinen Zacken und Türmen. Viel los ist oben manchmal schon, aber man muss sich ja nicht unbedingt die Hochsaison aussuchen. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Zur Maisalm
    2. Steinlingalm über Roßboden
    3. Kampenwand Ostgipfel
    4. Panoramaweg zur Bergstation
    5. Rückweg über die Schlechtenbergalm
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten und Literatur
Zur Galerie (9 Fotos)
Großartig, die komplette Kampenwand samt dem westlich vorgelagerten Staffelstein.

Bei der Kampenwand sollte man sich antizyklisch verhalten. Denn über den Panoramaweg von der Kampenwandbahn ist der Gipfel in etwa einer Stunde zu schaffen. Das führt an schönen Sommer­wochenenden zu Staus am Gipfelkreuz, weil dort nur wenige Menschen gleichzeitig Platz finden.
Also möglichst so planen, dass der Gipfel nicht direkt in der Mittagszeit erreicht wird. Erwägenswert sind auch die Übergangszeiten. Bei etwas unsicheren Wetteraussichten oder wenn noch Altschnee liegt, stehen die Chancen nicht schlecht, den Gipfel für sich zu haben. Wirklich einsam ist es allerdings nur im Winter.

Der besondere Reiz der Landschaft an der Kampenwand hat mit ihrer Geologie zu tun. Statt übereinander lagern die Gesteine durch die Gebirgsfaltung heute nebeneinander. Die hellen Felsen aus Wettersteinkalk scheinen direkt aus den grünen Almweiden herauszuwachsen. In Wirklichkeit entstand das fruchtbare Mergelgestein, auf dem die Steinlingalm steht, aber erst nach dem Wettersteinkalk. Der Hauptdolomit am Sulten ist das jüngste dieser drei triassischen Gesteine.

Filmtipp: In der Sendung Heimat der Rekorde berichtete das Bayerische Fernsehen über die Geschichte des Gipfelkreuzes auf der Kampenwand. Vermutlich ist es das größte Gipfelkreuz in Bayern.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1060 m17 km5:00 h

Anspruch■■■■■■ T3 I
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■
Warnschilder empfehlen für den Aufstieg von der Steinlingalm zur Kampenwand ein Mindestmaß an Bergerfahrung. Nicht ganz zu Unrecht, denn es kommt leider immer mal wieder zu schweren Unfällen. Eigentlich sind die Kletterstellen aber harmlos und nicht ausgesetzt. Ein wenig Vorsicht ist wegen der stark abgespeckten Tritte geboten.
Im Frühjahr ist beim Nordanstieg hinter der Steinlingalm sowie oben zwischen den Wänden der Kaisersäle noch lange mit Altschnee zu rechnen. In den Kaisersälen besteht die Gefahr, durch den Schnee einzubrechen, weil sich darunter Hohlräume bilden.

Wegbeschreibung

Zur Maisalm

Am Aschauer Bahnhof über die Gleise und dem Fußweg nach Süden folgen. Sobald dieser in die Aufhamer Straße mündet, links hinauf zum Ortsteil Kohlstatt. Man trifft gleich auf die ersten Wegweiser für die Kampenwand. Vom Parkplatz Kohlstatt verläuft ein geteertes Sträßchen durch den Lochgraben zur ganzjährig geöffneten Maisalm1.

Steinlingalm über Roßboden

Kurz nach der Maisalm wenden wir uns an einer großen Kreuzung geradeaus Richtung Kampenwand und Gedererwand. Die Schleifen der Forststraße lassen sich nun mehrmals abkürzen. Trotzdem ist man froh, wenn die monotone Ausbaustrecke beim Holzlagerplatz2 an der Nordseite des Sultens endet. Der sich anschließende Steig passiert den Bildstock Bei Unserer Lieben Frau und verzweigt sich alsbald an einer Stelle mit vielen Schildern. Dort links zum Roßboden. Die rechte, etwas längere Variante, heben wir uns für den Rückweg auf. Im Bereich eines Grabens genau auf die Markierungen achten.
Am Roßboden3 wird der Wald verlassen und die Kampenwand tritt ins Blickfeld. Um den Sulten herum und über den Sultensattel wandert man dann weiter zur Steinlingalm4.

Kampenwand Ostgipfel

Weithin sichtbar zieht sich von der Steinlingalm eine ausgefranste Schotterspur zu den Felsen der Kampenwand empor. Oben begibt man sich vorsichtig in die Schrofen hinein und gelangt durch die beeindruckenden Kaisersäle an den Ostgipfel heran. Das Ier-Gelände wurde mit einigen Eisentritten entschärft. Unter dem Gipfel gibt es einen geräumigen Platz, von wo eine paar luftige Meter am Drahtseil abgeklettert werden müssen. Bei dieser Engstelle kann es schon mal zu Wartezeiten kommen. Auf den schmalen Gipfel5 selbst passen nur wenige Leute.

Panoramaweg zur Bergstation

Eilige können von der Steinlingalm direkt nach Westen zur Schlechtenbergalm absteigen oder noch kürzer auf dem Hinweg zurück. Ansonsten empfiehlt es sich, noch den Panoramaweg zur Bergstation der Kampenwandbahn6 zu nehmen. Er ist zwar überlaufen, bietet aber eine reizvolle Aussicht über das Priental.

Rückweg über die Schlechtenbergalm

Von der Bergstation geht es zunächst auf einer breiten Piste abwärts. Vor der Gorialm zweigt man dann rechts auf einen Steig ab. Dieser taucht in einen schmalen Waldgürtel ein und mündet in den ehemaligen Reitweg von Baron Cramer-Klett, welcher im 19. Jahrhundert angelegt wurde. Drüberhalb des Wäldchens führt der Reitweg oben an der Schlechtenbergalm7 vorbei. Später knickt er nach links zum so genannten Goriloch, während wir geradeaus um den Sulten herumlaufen. An der Rückseite des Sultens wird wieder der Hinweg erreicht.

Bike & Hike: Die eher langweilige Strecke von Aschau über die Maisalm bis zum Holzlagerplatz an der Nordseite des Sultens lässt sich übrigens gut mit dem Mountainbike verkürzt.