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Kampen-Überschreitung (1607 m)

Vom Tegernsee über den Ochsenkamp zum Seekarkreuz

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Die Überquerung der drei Kampengipfel ist neben dem Blaubergkamm eine der großartigsten Touren in den Tegernseer Bergen. Weil die Kampen allerdings nicht gleich in der ersten Reihe stehen, meiden viele die weite Strecke und geben sich mit dem Hirschberg oder dem Seekarkreuz zufrieden. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Über die Aueralm zum Ochsenkamp
    2. Spitzkamp und Seekarkreuz
    3. Abstieg nach Lenggries
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
Zur Galerie (8 Fotos)
Rückschau vom Spitzkamp zum Auerkamp. Rechts daneben ist der Hirschberg zu sehen.
Dreh- und Angelpunkt für die Überschreitung der drei Kampen ist der Hirschtalsattel. Der langweiligste, aber am häufigsten genutzte Anmarsch beginnt an Schloss Hohenburg bei Lenggries. Wer mit dem Auto anreist, hat keine andere sinnvolle Option. Bahnfahrer können stattdessen vom Tegernsee durchs idyllische Söllbachtal zum Hirschtalsattel wandern. Ich bevorzuge der Aussicht wegen die Route oben herum über die Aueralm.
Nach der Panoramatour über die Kampen und das Seekarkreuz gibt es zum Schluss eine besonders schöne Abstiegsroute – nämlich von der Lenggrieser Hütte über den Grasleitenkopf. Seitdem der Grasleitensteig zum Teil unter einer schrecklichen Forststraße verschwand, weichen die Wanderer trotz Gegenanstiegs verstärkt auf diese Strecke aus. Obwohl weder markiert noch beschildert, gibt es auf dem ausgetretenen Pfad keine Orientierungsprobleme.
Abgesehen vom Spitzkamp mit minimalem Felskontakt und einigen wenigen leicht ausgesetzten Stellen ist die Tour nur aus konditioneller Sicht anspruchsvoll. Die Höhenmeter sind zwar im Rahmen, doch das häufige Auf und Ab zehrt an den Kräften.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1200 m1260 m21 km6:30 h

Anspruch■■■■■■ T3 I
Kondition ■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Über die Aueralm zum Ochsenkamp

In Bad Wiessee an der Nordseite von Maria Himmelfahrt in den Schulweg und die Hagngasse hinauf zum Wanderparkplatz beim Hotel Sonnenbichl1. Von dort führt ein breiter Fahrweg neben dem mäandernden Zeiselbach in Richtung Aueralm. Der Weg hat lange Zeit eine recht gemächliche Steigung. Erst das letzte Stück zur Aueralm ist steiler. Sobald man auf die Almfläche gelangt, gibt es unvermittelt einen wunderbaren Ausblick auf die Kampen.
Hinter der Aueralm2 weiter auf dem Fahrweg bleiben und flach zur Neuhüttenalm, die eher einem kleinen Bergdorf gleicht. Von der Neuhüttenalm südwärts hinab in den Hirschtalsattel. Dabei müssen wir 100 Höhenmeter abgeben. Mehrere Wege treffen sich am Sattel. Anschließend entsprechend der Beschilderung auf einem anstrengenden, felsdurchsetzten Steig durch die Latschen zum Ochenkamp3 hinauf. Oben am Grat links zum Gipfel mit seiner geräumigen Rastfläche.

Spitzkamp und Seekarkreuz

Vom Ochsenkamp geht es vorwiegend an der Nordseite des Kamms über den unauffälligen Auerkamp zum Spitzkamp4. Diese Passage durchs Krummholz ist mühsam und holprig.
Vom Spitzkamp windet sich ein schmaler Steig geschickt über einige Felsstufen durch die Südwestflanke. Unten landet man am Fahrweg der Mühltalalm und wandert bequem hinüber in den Brandkopfsattel oberhalb der Rauhalm. Zuletzt durch oft morastiges Almgelände aufs Seekarkreuz5.

Abstieg nach Lenggries

Der Weg folgt hinterm Gipfel des Seekarkreuzes noch etwas der baumlosen Anhöhe und dreht dann rechts in den Wald zur Lenggrieser Hütte.
Um den Steig zum Grasleitenkopf zu erwischen, wendet man sich bei der Lenggrieser Hütte zur Seekaralm, zweigt jedoch bereits nach wenigen Metern links ab. Man passiert eine Hütte im Wald, tritt wieder ins Freie und erreicht linker Hand im spitzen Winkel den engen Aussichtspunkt am Grasleitenkopf6. Der Pfad hält sich des Weiteren auf dem locker bewaldeten Rücken, der beiderseits steil abfällt. Am Grasleitenstein blickt man zum letzten Mal über den Isarwinkel. Der Rücken flacht langsam ab und wir queren nach rechts zu einem Forstweg. Es gibt vereinzelt rote Markierungen. Schließlich taucht voraus eine Wiese auf, an deren unterem Ende eine hatscherte Kiesstraße beginnt. Auf dieser westwärts nach Hohenburg. In Hohenburg am Schloss7 vorbei und dann neben der Karwendelstraße nach Lenggries. Im Ortszentrum links zum Bahnhof.