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Hundalmjoch (1637 m) und Hundalm Eishöhle

Wanderung zu einem spannenden Geotop

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Die Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle ist die einzig öffentlich zugängliche Höhle dieser Art in Tirol. Wie bei ihrem bayerischen Pendant, der Schellenberger Eishöhle, bildete sich in ihrem Inneren im Lauf von Jahrhunderten eine mächtige Eisschicht. In der Kälte gefriert das eindringende Schmelzwasser außerdem zu erstaunlichen Eisfällen und dicken Säulen. Aktualisiert am

Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Aufstieg zum Hundalmjoch
    2. Zur Eishöhle
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
Zur Galerie (8 Fotos)
Im unteren Teil der Höhle ist das Eis über 1000 Jahre alt.
Zusammen mit dem Gipfel des Hundalmjochs lässt sich die Hundalm Eishöhle zu einer wunderbaren Bergwanderung verbinden. Das Hundalmjoch ist ein guter Aussichtsberg mit einem Rundum-Panorama vom Wilden Kaiser über die Brandenberger Alpen bis zum Mangfallgebirge. Sogar der Wendelstein spitzt ganz im Norden hervor. Wenn es nicht diesig ist, zeigen sich außerdem jenseits des Inntals die Hohen Tauern.
Die Höhle ist von Mai bis September im Rahmen einer 30-minütigen Führung zugänglich. Im Winter werden die Treppen und Leitern entfernt, damit der für die Eisbildung nötige Schnee hineinfallen kann. Die schönsten Eisgebilde sieht man im Frühsommer, bevor diese mit der Zeit abschmelzen und in sich zusammenfallen. Unbedingt an warme Kleidung denken. Die Temperatur steigt selbst im Sommer kaum über null Grad.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1150 m18 km5:50 h

Anspruch■■■■■■ T2
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Aufstieg zum Hundalmjoch

Von der Bushaltestelle beim Hotel Schlossblick nimmt man die Teerstraße am Bach entlang nach Embach. Dort an der ersten Gabelung links und gleich wieder rechts, obwohl die Eishöhle geradeaus ausgeschildert ist. Das wäre jedoch ein Umweg. Bei einem kleinen Parkplatz dann wie beschildert den steinigen Weg bergauf. Wir landen bald auf einer Kiesstraße, wobei wir dieser noch nicht folgen müssen, sondern ihre Schleifen über einen passablen Steig abschneiden können. Anschließend macht die Kiesstraße eine längere Traverse, bevor es in Serpentinen steil nach oben geht. Eine kürzere Alternative dazu wäre der Peditsteig1. Aber Vorsicht! Das abschüssige Gelände erfordert alpine Erfahrung. Im Aufstieg ist der Beginn des Peditsteigs schlecht zu erkennen. Mehrmals tangiert er die bequemere und aussichtsreichere Kiesstraße, deren Trasse durch die felsige Flanke gesprengt wurde. Ein bunter Bergmischwald mit stolzen Kiefern und vielen Zwergsträuchern krallt sich zwischen den Felsen fest. Spätestens an der letzten Kehre verlässt man den Peditsteig. Der Anstieg wird nun flacher. An einer Verzweigung trifft man auf den Tiroler Adlerweg. Wenig später passiert man die bewirtete Buchackeralm2 und gewinnt die Anhöhe nördlich der Alm. Ab da an die Wegweiser zum Hundalmjoch halten und 200 m vorm hölzernen Adlerhorst rechts abzweigen. Nach einem Almgebäude wird der Weg schmäler. Gemütlich zieht er sich durch lichten Wald sowie lockeres Latschengebüsch. Zuletzt neben einer aufgeschichteten Bruchsteinmauer zum Hundalmjoch3 hinauf.

Zur Eishöhle

Es wäre sicher reizvoll, noch auf dem Kamm weiter zum Köglhörndl zu wandern. Doch die Eishöhle liegt in einer anderen Richtung. So nimmt man den markierten Pfad, der westwärts vom Hundalmjoch hinabgeht. Oberhalb eines Fahrwegs schwenkt der Pfad nach Norden und mündet bald an einer Kreuzung in den Fahrweg. Man bleibt ein wenig auf selbigem, bis links ein Pfad nördlich an der Hundalm4 vorbeiführt. Jenseits der Weidefläche taucht dieser in den Wald ein und verläuft mit leichtem Gegenanstieg zur Eishöhle5.
Nach dem Besuch der Höhle einfach dem bisherigen Weg weiter folgen. Beim Adlerhorst wird so wieder der Hinweg erreicht.