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  1. Wettersteingebirge
  2. Blassenkamm

Osterfelderkopf (2057 m) aus dem Höllental

Im ehemaligen Bergbaugebiet von Hammersbach

Das Höllental ist eigentlich ein schwer zugängliches Tal. Der einzig natürliche Zugang führt vom Osterfelderkopf über das Höllentor. Alle anderen Steiganlagen wurden mit Sprengstoff, Beton und Stahl eingerichtet. Und nicht alle waren von vorneherein für den Tourismus gedacht. Einige dienten ursprünglich nämlich dem Bergbau.

Beim Namen Hammersbach klingt schon an, dass die Gegend auf eine lange Bergbaugeschichte zurückblickt. Trotz vieler Versuche war der Bergbau im Werdenfelser Land jedoch nie von dauerhaftem Erfolg gekrönt. Bei Hammersbach gibt es zwei bedeutende ehemalige Reviere: Im Hupfleitenkessel wurde mindestens seit dem Mittelalter Eisenerz gewonnen. Im Höllental baute man im 18. Jahrhundert Blei und Zink ab, zu Beginn des 20. Jahrhunderts dann Molybdän. Daneben sind vereinzelt weitere Stollen wie beispielsweise am Waxenstein bekannt. Noch heute trifft man im Höllental allenthalben auf die mehr oder weniger deutlichen Spuren des Bergbaus. Ja wir verdanken ihm sogar diese Tour. Denn ein essenzieller Teil ist der alte und stark verfallene Knappensteig von der Klammbrücke zu den Knappenhäusern. Die Drahtseile hängen dort lose herum und sind nicht mehr verlässlich. Aus diesem Grund ist er nur wirklich Bergerfahrenen anzuraten. Alle übrigen Wege sind sehr gut ausgebaut und gesichert. Wer den ausgesetzten und gefährlichen Knappensteig vermeiden will, muss einen gewaltigen Umweg über die Höllentalangerhütte in Kauf nehmen. Die meisten lassen deshalb den Abstieg sausen und fahren mit der Alpspitzbahn ins Tal zurück.

Wegbeschreibung zur Bergtour

Anreise, Einkehr, Kartenmaterial