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Höhenberg (958 m) bei Oberau

Wanderung zum Paradies und Loisachblick

(aktualisiert am )

Bei Oberau gibt es drei sympathische Aussichtspunkte mit den viel­versprechenden Namen: Am Grünen Fleck, Loisachblick und Am Kleinen Paradies. Besonders das Paradies am Höhenberg ist ein echtes Kleinod. Es handelt sich dabei um einen mit Kiefern bestandenen, exponierten Absatz, von dem der Blick ungehindert hinüber zum Ettaler Manndl schweift.

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  1. Tourcharakter
  2. Wegbeschreibung
    1. Zum Grünen Fleck
    2. Katzental
    3. Höhenberg
    4. Loisachblick
    5. Rückweg über das Heldenkreuz
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
Zur Galerie (10 Fotos)
Idyllischer Rastplatz Am Kleinen Paradies auf dem Höhenberg.

Selbst den meisten Kennern der Münchner Hausberge sagt der Höhenberg zwischen Eschenlohe und Oberau nichts. Dabei fahren viele auf ihrem Weg Richtung Garmisch-Partenkirche regelmäßig dran vorbei. Die Bundesstraße verläuft nämlich direkt zu Füßen des Höhenbergs und des angrenzenden Auerbergs. Immerhin die so genannte Eingefallene Wand an der Ostseite dürfte den meisten schon einmal aufgefallen sein. Schließlich steht man unter der steilen, mit Kiefern bewachsenen Flanke nicht selten im Stau.

Oberau leidet seit Jahrzehnten an einem stetig wachsenden Durchfahrtsverkehr. Zur Entlastung der geplagten Bevölkerung entsteht bei Oberau eine Umfahrung mit zwei Tunnel und einer Brücke. Der nördliche Tunnel führt unter dem Ausläufer des Höhenbergs hindurch. Bei der Ortsumfahrung von Oberau handelt es sich um eines der teuersten Verkehrsprojekte Deutschlands. Wer mit dem Zug anreist, kann bereits vor der geplanten Fertigstellung im Jahr 2021 zur Verkehrsentlastung beitragen. Ein weiterer Tunnel soll übrigens am Auerberg entstehen, dort wo die Eingefallenen Wand liegt. Am Kramer bei Garmisch wird bekanntlich ebenfalls gebohrt.

Zum Glück bekommt man während der Wanderung von den Bauarbeiten und dem Verkehrschaos im Tal unten so gut wie nichts mit. Oben am Höhenberg ist das alles weit weg. Trotzdem ein Grund darüber nachzudenken, ob nicht auch das eigene Verhalten dazu beiträgt, dass die Landschaft immer weiter verbaut werden muss.

Tourcharakter und Schwierigkeit

510 m11 km3:10 h

Anspruch■■■■■■ T2
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Der Höhenberg bietet eine gemütliche, einfache Halbtages­wanderung auf bestens beschilderten und markierten Wegen. Die Strecke eignet sich zu jeder Jahreszeit, wobei im Winter zum Teil mit überfrierender Nässe zu rechnen ist. Viel Schnee liegt auf dem niedrigen Berg selten.
Auf jeden Fall sollte man aber einen sonnigen Tag wählen, damit man auch etwas von den schönen Aussichtspunkten hat.

Wegbeschreibung

Zum Grünen Fleck

Wir überqueren beim Bahnhof Oberau zunächst die stark befahrenen B 2. Es gibt eine Fußgängerampel und eine Unterführung. Das erste Etappenziel ist dann der Aussichtspunkt Am Grünen Fleck. Dazu auf der Mühlstraße durch den Ort hindurch und auf der anderen Seite des Mühlbachs den Weg Am Mühlberg zum so genannten Bärli-Hof hinauf. Hinter dem Anwesen wird ein Bächlein überquert. Danach entsprechend der Beschilderung nach links wenden. Zu Beginn schlängelt sich der Steig über eine schmale Lichtung, später taucht er in einen freundlichen Bergmischwald ein. Der Aussichtspunkt Am Grünen Fleck1 ist schnell erreicht. Auch wenn er langsam zuwächst, bietet sich doch ein sehr schöner Blick auf das Wettersteingebirge.

Katzental

Nach diesem ersten Zwischenstopp folgt etwa eine Stunde auf Forststraßen. Dabei steigt man mit deutlichem Höhenverlust in das schattige Katzental ab. Unten trifft man beim Katzentalmoos2 auf eine weitere Forststraße. Auf dieser kurz links und dann gleich wieder rechts über die Auer Laine.

Höhenberg

Unter der Westseite des Höhenbergs werden die verlorenen Höhenmeter langsam wieder gutgemacht. Ein Wegweiser zeigt uns die Abzweigung rechts zum Loisachblick an. Diese Strecke führt auch über den Höhenberg und ist weißblau markiert. Zunächst wird eine Weidefläche gestreift, die eine schöne Aussicht zur Osterfeuerspitze und zum Hirschberg ermöglicht. Nachher verjüngt sich der Weg und es geht dicht an den Westabbrüchen entlang. Der höchste Punkt am Höhenberg ist bewaldet und uninteressant. Doch ein Stück unterhalb liegt am Südrücken der idyllische Rastplatz Am Kleinen Paradies3. Hoffentlich ist er nicht besetzt, damit man dort in Ruhe Pause machen kann.

Loisachblick

Der Steig bleibt nach dem Paradies noch etwas an der Abbruchkante, bevor er am Auerberg nach links knickt. Bald kreuzt er einen morastigen Rückeweg. Dort wächst ein lichter Buchenwald. Die Stelle ist etwas unübersichtlich, also genau auf die Markierungen an den Bäumen achten. Wenig später gibt es dann mit dem Loisachblick4 schon den nächsten Aussichtspunkt.

Rückweg über das Heldenkreuz

Vom Loisachblick geht es auf einem schmalen Weg über das Heldenkreuz und die Sieben Bankerl schnur­stracks nach Oberau hinab. Unten kommt man nahe der ehemaligen Gipsbrüche heraus. Der Straßenname Am Gipsbruch5 erinnert noch daran.
Im 19. Jahrhundert brachte der Gipsabbau den Oberauern einen bescheidenen Wohlstand. Die Brüche lagen dort, wo sich heute der Tunneleingang befindet. Eine Zeit lang diente der aufgelassene Tagebau als Müllkippe. Im Rahmen des Tunnelbaus wurde das Gelände saniert und das belastete Material entsorgt.
Wir könnten nun rechts am Freibad vorbeilaufen. Günstiger ist es aber, dem Gießenbach bis zur Mühlstraße zu folgen, die wir ja bereits vom Hinweg kennen.