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Höhenberg (958 m) im Loisachtal

Am Kleinen Paradies

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Bei Oberau gibt es drei sympathische Aussichtspunkte mit den vielversprechenden Namen: Am Grünen Fleck, Loisachblick und Am Kleinen Paradies. Besonders das Kleine Paradies am Höhenberg ist ein echtes Kleinod. Es handelt sich dabei um einen mit Kiefern bestandenen, exponierten Absatz, von dem der Blick ungehindert hinüber zum Ettaler Manndl schweift.

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Obwohl hin und wieder auch überregional vom Höhenberg berichtet wird, so ist er doch zuallererst ein Ziel der ortsansässigen Bevölkerung geblieben. Dabei sollen die Besucher gar nicht ausgeschlossen werden. Im Gegenteil! Man gab sich bei der Markierung große Mühe. Aber wer eine längere Anreise in Kauf nehmen muss, möchte meist höher hinaus. Daher ist der Höhenberg eher eine Option für die Übergangszeit, wenn die Tage kurz sind oder man im Frühjahr genug vom Schnee hat.
Angesichts der Blechlawine, die sich unter dem Höhenberg durchs Loisachtal wälzt, ist es oben erstaunlich ruhig. Zur Verkehrsentlastung der geplagten Oberauer Bevölkerung befindet sich westlich des Orts eine Umfahrung mit Tunnel im Bau. Das ist derzeit eines der teuersten Verkehrsprojekte Deutschlands. Wer mit dem Zug anreist, kann bereits vor der geplanten Fertigstellung im Jahr 2021 zur Verkehrsentlastung beitragen.

Wegbeschreibung zur Wanderung

Zum Grünen Fleck

Der Bahnhof Oberau wird am besten nach Norden verlassen, wo es an der stark befahrenen B 2 eine Fußgängerampel gibt. Auf der Mühlstraße geht es dann durch den Ort hindurch und auf der anderen Seite des Mühlbachs den Weg Am Mühlberg zum so genannten Bärli-Hof hinauf. Hinter dem Anwesen wird ein Bächlein überquert. Man nimmt nun nicht die Forststraße ins Katzental, sondern wendet sich entsprechend der Beschilderung nach links. Zu Beginn schlängelt sich der unterhaltsame Steig über eine schmale Lichtung, später taucht er in einen freundlichen Bergmischwald ein. Der Aussichtspunkt Am Grünen Fleck1 ist schnell erreicht. Der Blick reicht bis ins Wettersteingebirge.

Über den Höhenberg

Nach diesem ersten Zwischenstopp folgt etwa eine Stunde auf Forststraßen. Dabei steigt man mit deutlichem Höhenverlust ins Katzental2 ab, wo man auf eine weitere Forstraße trifft. Auf dieser kurz links und dann gleich wieder rechts. Unter der Westseite des Höhenbergs werden die verlorenen Höhenmeter langsam wieder gutgemacht. Ein Wegweiser zeigt uns die Abzweigung rechts zum Loisachblick an. Diese Strecke führt auch über den Höhenberg und ist weißblau markiert. Zunächst wird eine Weidefläche gestreift, die eine schöne Aussicht in die Walchenseeberge ermöglicht. Nachher verjüngt sich der Weg und es geht dicht an den Westabbrüchen entlang. Der höchste Punkt am Höhenberg ist bewaldet und uninteressant. Doch ein Stück unterhalb liegt am Südrücken der idyllische Rastplatz Am Kleinen Paradies3. Hoffentlich ist er nicht besetzt, damit man dort in Ruhe Pause machen kann.
Der Steig bleibt anschließend noch etwas an der Abbruchkante, bevor er nach links knickt. Er kreuzt dann einen morastigen Rückeweg und schon gibt es mit dem Loisachblick4 den nächsten Aussichtspunkt.
Danach vom Loisachblick über das Heldenkreuz und die Sieben Bankerl schnurstracks hinab nach Oberau. Unten kommt man an den ehemaligen Gipsbrüchen heraus, an die noch der Straßenname erinnert. Die Landwirtschaft reichte in Oberau nie wirklich zum Leben, so dass man immer um zusätzliche Einnahmequellen bemüht war. Der Gipsabbau sorgte im 19. Jahrhundert für ein wenig Wohlstand.
Wir könnten nun rechts zum Freibad laufen, aber günstiger ist es, dem Gießenbach zu folgen, der uns zurück zur Mühlstraße bringt.