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Hochplatte (1587 m) von Rottau

Chiemgauer Almen-Hopping

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Das Gebiet um die Chiemgauer Hochplatte ist geradezu gespickt mit Almen. Nicht wenige laden freundlicherweise zu einer kleinen Stärkung ein. Auf der hier vorgeschlagenen Runde dauert es zwar, bis mit der Steinlingalm die erste Einkehr­möglichkeit kommt, doch ab da folgen sie dann in regelmäßigen Abständen.

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Natürlich wäre die Hochplatte samt der umliegenden Almen am schnellsten vom Achental aus zu erreichen. Mit der Hochplattenbahn ließe sich der Aufstieg sogar noch zusätzlich erleichtern. Betrachtet man dagegen den Weg als das eigentliche Ziel, sollte man ein wenig weiter ausholen. Überaus idyllisch ist beispielsweise der Steig aus dem Rottauer Tal zu Steinlingalm. Dasselbe gilt für den sich anschließenden Höhenweg zur Piesenhausener Hochalm. Besonders erstaunt dabei, dass trotz des ansonsten hohen Wanderaufkommens relativ wenige diesen Übergang von der Steinlingalm zur Hochplatte nutzen.

Die Tour verläuft größtenteils auf einfachen Bergwegen und Forststraßen, doch einige Passagen erfordern auch Trittsicherheit. Vom Rottauer Tal zur Gedereralm und an der Hochplattenscharte gibt es kurze, einfache Kraxelstellen und jeweils ein paar Meter mit Seilsicherung. Bei Nässe wird der Weg von der Hochplattenscharte zur Piesenhausener Hochalm nicht nur gefährlich, sondern kann stark aufweichen und sehr unangenehm zu gehen sein. Daher möglichst trockene Bedingungen abwarten. Außerdem bitte beachten, dass die Tour weit und anstrengend ist.

Wegbeschreibung zur Bergtour

Durchs Rottauer Tal zur Steinlingalm

In Rottau starten fast alle Wanderwege gemeinsam im Mühlwinkel. Am Eingang zum Rottauer Tal gibt es gleich eine wichtige Gabelung. Für das Rottauer Tal hält man sich rechts. Links werden wir beim Rückweg von der Hochplatte herabkommen.
Auf einer schattigen Kiesstraße geht es am Rottauer Bach ins Tal hinein. Bald nach den Vorderen Rottauer Almen1 taucht eine große Kreuzung auf. Dort muss man aufpassen und sich schräg links in den untergeordneten Schotterweg zur Hintere Rottauer Alm einfädeln. Der Schotterweg endet an der Hinteren Rottauer Alm2. Aus dem Talschluss gäbe es einen direkten Aufstieg zur Hochplatte. Doch zunächst steht die Steinlingalm auf dem Programm. Dazu entsprechend der Beschilderung westwärts über die kleine Almlichte und in den Wald hinein. Ein uriger und recht rutschiger Pfad führt einen steinigen Hang hinauf. Bei einer ausgesetzten Querung läuft ein Drahtseil mit. Über der Querung wird der Kesselgraben gekreuzt. Am Bachlauf desselben geht es über ein paar Felsstufen weiter bergauf. Die Markierungen reichen gerade so aus. Wohl auch deshalb ist es so einsam. Wenn es flacher wird, trennen sich vor einer Lichtung die Routen zur Kampenwand und Gedererwand. Wir müssen link über den Bach, also Richtung Kampenwand und wandern am südlichen Saum der feuchten Lichtung entlang. Relativ unvermittelt überwindet der Pfad dann einen steilen, erdigen Hang mit dichtem Nadelgehölz. Nach und nach lichtet sich der Wald und in einem Linksbogen wird schließlich die Weide der Gedereralm3 erreicht. Hinter der Alm zieht sich ein Graben nach Westen zum Sultensattel hinauf. Man wählt am besten die rechte Grabenseite und steigt durchs Weidegelände weglos zum Sultensattel auf. Oben im Sattel ist es mit der Ruhe erst einmal vorbei. Ein paar Minuten später gelangt man zur Steinlingalm4 unter der Kampenwand.

Höhenweg zur Hochplatte

An der Steinlingalm folgt man kurz dem Weg zur Kampenwand und zweigt dann wie beschildert links zur Hochplatte ab. Durch Latschen und über ein paar Felsen wird die Hochplattenscharte5 gewonnen. Bei klarer Sicht ist von dort schön der Chiemsee zu sehen. Seilsicherungen leiten auf der andern Seite aus der Scharte in den gerne mal morastigen Sattel zwischen Kampenwand und Raffen. Zur Piesenhausener Hochalm verliert man nun gut 200 Höhenmeter. Der Steig quert durch die abschüssigen, blumenreichen Südhänge unter dem Raffen und dem Hochalpenkopf. Von der Piesenhausener Hochalm ist die Hochplatte6 nicht mehr allzu weit. Bis zum Sattel am Haberspitz gibt es eine Kiesstraße, beim finalen Gipfelanstieg wieder einen Steig.

Abstieg nach Rottau über die Hefteralm

Wir wandern von der Hochplatte anfangs ein Stück auf dem Hinweg zurück. Etwa auf halber Strecke zur Piesenhausener Hochalm kommt rechts eine Abzweigung Richtung Rottau, Grassau und Hochplattenbahn. Ab da hält man sich stets an die Wegweiser nach Rottau über Hefteralm. Der gemütliche Wanderweg weicht dem Felskopf des Friedenraths ostseitig aus und mündet danach in eine Forststraße. Auf dieser wird der bewaldete Staffen unterhalb passiert. Später spitz rechts und auf einem Fahrweg hinab zur Hefteralm7. Die Alm liegt nahe der Hochplattenbahn und ist sehr beliebt. Kurz hinter der Alm trennen sich die Wege für Rottau und Grassau. Wir müssen links durch den Grießenbachgraben und landen nach einer Weile am morgendlichen Startpunkt beim Eingang ins Rottauer Tal.