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Hochmiesing (1883 m) via Taubenstein

Panorama­wanderung am Spitzingsee

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Der Weg vom Spitzingsattel über den Taubenstein auf den Hochmiesing ist ebenso einfach wie aussichtsreich. Besonders vielseitig wird die Wanderung, wenn man nach der Gipfelrast noch die Panoramarunde um die Rotwand dranhängt.

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Aufstieg zum Taubensteinsattel
    2. Durch das Kleintiefental auf den Hochmiesing
    3. Zum Rotwandhaus
    4. Panoramaweg zum Taubenstein
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
Zur Galerie (10 Fotos)
Im Osten des Hochmiesings steht der Dürrmiesing. Wegen der großen Latschenfelder ist der Dürrmiesing ein extrem unzugänglicher Geselle. Schön zu erkennen sind aus dieser Perspektive die Plattenkalkschichten.

Im östlichen Spitzingseegebiet gibt es insgesamt drei Miesinggipfel. Bestiegen wird überwiegend der Hochmiesing. Als höchster der Dreiergruppe bietet er auch die beste Aussicht.

Der benachbarte Dürrmiesing wird sehr selten besucht. Nicht einmal ein kleiner Pfad oder Jagdsteig führt hinauf. Am gängigsten ist die Überschreitung vom Dürrmiesing zum Hochmiesing. Die Tour gilt als anspruchsvoll und wegen der Latschen als extrem mühsam.

Im Gegensatz zum Dürrmiesing lässt sich der Kleinmiesing auf einem unmarkierten Trampelpfad relativ problemlos begehen. Als eigenständiges Gipfelziel lohnt er sich zwar nicht wirklich, doch im Rahmen einer Tour über den Aiplspitz stellt er eine interessante Variante dar.

Obwohl der wuchtige Hochmiesing abweisend wirkt, gibt es vom Miesingsattel einen bequemen Wanderweg auf den Gipfel. Zum Miesingsattel wiederum gelangt man aus verschiedenen Richtungen. Nicht die erste Wahl sollte der Aufstieg von Geitau sein wegen der langen Hatscherei auf Forststraßen. Viel netter ist die hier beschriebene Strecke vom Spitzingsattel.
Im Vergleich zu den anderen Gipfeln ringsum fällt der Hochmiesing vor allem durch seinen weiträumigen Gipfelbereich auf. Man findet oben also auf jeden Fall ein ruhiges Plätzchen zwischen den Latschen. Zudem ist deutlich weniger los als auf der gegenüber­liegenden Rotwand. Da lässt es sich verschmerzen, dass er einen Meter niedriger ist.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1130 m15 km5:10 h

Anspruch■■■■■■ T2
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Aufstieg zum Taubensteinsattel

Es gibt mehrere Varianten für den Aufstieg zum Taubensteinsattel. Ich schlage vor, gleich am Spitzingsattel zu starten. Möglich wäre aber auch bei der Talstation der Taubensteinbahn oder im Ort Spitzingsee. Wer es gemütlich angehen möchte, nimmt die elektrische Aufstiegshilfe in Anspruch.
Der Steig vom Spitzingsattel durchquert zunächst ein Waldstück und verläuft dann über die Lichtung der Schönfeldalm. Hinter der Schönfeldhütte1 muss man mit den vielen Wegen etwas aufpassen. Der richtige zieht sich nahe der Seilbahn hinauf zum Taubensteinsattel. Dort, zwischen Rauhkopf und Taubenstein, befindet sich auch die Bergstation2.
Im Osten ist nun bereits der Hochmiesing zu sehen. Den Taubensteingipfel nimmt man am besten erst auf dem Rückweg mit.

Durch das Kleintiefental auf den Hochmiesing

Der Weg zum Miesingsattel führt durch das Kleintiefental. Ungefähr 100 Höhenmeter gehen dabei wieder verloren. Nicht weit vom Taubenstein entfernt steht das Taubensteinhaus. Bei diesem halten wir uns rechts zur Kleintiefentalalm3.
Das reizvolle Hüttenensemble der Kleintiefentalalm mit den drei von Klaubsteinmauern eingefassten Almgärten macht einen gepflegten Eindruck. Das größte Gebäude ist mit einem Schindeldach eingedeckt. So etwas gibt es sonst nur noch in einem Freilichtmuseum zu sehen.
Nach der Kleintiefentalalm steilt das Gelände auf, so dass man bis zum Miesingsattel ordentlich ins Schwitzen kommt. Links des Sattels schlängelt sich der Weg durch ein großes Latschenfeld auf den Hochmiesing4.

Zum Rotwandhaus

Vom Miesingsattel steigen wir auf der Ostseite ein Stück ins Großtiefental ab und queren dann unter der Rotwand hinüber zur Kümpflscharte5. Man sollte sich nicht dazu verleiten lassen, ganz zur Großtiefentalalm abzusteigen. Obwohl das natürlich auch schön wäre.
Die Kümpflscharte ist ein zentraler Kreuzungspunkt im Rotwandgebiet. Von ihr gelangt man in wenigen Minuten zum Rotwandhaus6. Der Blick schweift dort vom Hinteren Sonnwendjoch über die Valepp bis in die Tegernseer Berge. Bei klarer Sicht zeigt sich sogar der Alpenhauptkamm.

Panoramaweg zum Taubenstein

Am Rotwandhaus schlagen wir den breit ausgebauten Panoramaweg zurück zum Taubenstein ein. Es geht noch ein klein wenig bergauf, bis wir um den Rotwandkamm herumbiegen. Danach verläuft der Weg durch den Hang des Lämpersbergs und bringt uns schließlich wieder zurück zum Taubenstein.