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Hochkalter-Überschreitung (2607 m)

Am nördlichsten Gletscherrest der Alpen

Die Hochkalter-Überschreitung ist neben derjenigen des Watzmanns eine der großen Paradetouren in den Berchtesgadener Alpen. Im Gegensatz zur Watzmann-Überschreitung ist sie bei guter Kondition gerade noch an einem Tag zu schaffen, steht dieser jedoch in puncto Anspruch und Landschaft in nichts nach.

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Der Hochkalter bietet eine sehr ursprüngliche Bergtour, die zwar perfekt markiert ist, doch an den zahlreichen Kletterstellen ganz auf technische Hilfestellungen verzichtet. Obwohl er ebenso beeindruckt wie der Watzmann gegenüber, geht es am Hochkalter um einiges ruhiger zu. Selbst in der Hochsaison sind kaum mehr als ein Dutzend Gipfelaspiranten unterwegs. Wetter, Kondition und Kletterkönnen sollten auf jeden Fall stimmen, damit man die Tour auch so richtig genießen kann. Vor allem der ausgesetzte Gipfelgrat darf nicht unterschätzt werden. Ansonsten wäre die landschaftlich genauso herrliche, aber deutlich einfachere Schärtenspitze zu empfehlen.

Eine Besonderheit am Hochkalter ist das Blaueis. Von diesem nördlichsten Alpengletscher ist allerdings nur ein trauriger Rest übrig geblieben. Wie lange wird er noch durchhalten? Der wegen vieler schwerer Unfälle berüchtigte Eistourenklassiker über das Blaueis wird bald Geschichte sein. Im heißen Sommer 2015, fünf Jahre nach meiner Tour, brach der Gletscher in zwei Teile. Aktuell wird seine Restlebenszeit auf wenige Jahre geschätzt.

Wegbeschreibung zur Bergtour

Anreise, Einkehr, Kartenmaterial