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Hirschhörnlkopf und Jochberg (1565 m)

Wandern in der Jachenau

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Die Jachenau ist eine bayerische Bilderbuchlandschaft. Die Zeit scheint in dem dünn besiedelten Tal mit seinen stattlichen alten Bauernhäusern stehen geblieben zu sein. Besonders im Norden wird die Jachenau von wunderbaren Wanderbergen flankiert. Mit dabei sind der Hirschhörnlkopf und der Jochberg. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Auf den Hirschhörnlkopf
    2. Übergang zum Jochberg
    3. Rückweg in die Jachenau
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
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Blick vom Jochberg auf den Kochelsee.
Nahezu jeder Oberbayer kennt den Jochberg und die freundliche Jocheralm. Daher war das Entsetzen groß, als 2013 die Pläne der Energieallianz Bayern für ein Pumpspeicherwerk am Jochberg bekannt wurden. Die Jocheralm sollte einer riesigen Betonwanne weichen. Die Pläne sind zwar erst einmal vom Tisch, doch ganz sicher kann man sich da nie sein. Gerade deshalb ein Grund, sich noch ein bisschen mehr über die unverbaute Umgebung zu freuen. Wer an dem oft lauten Treiben am Jochberg Anstoß nimmt, sollte bedenken, dass seine Beliebtheit auch zu seinem Schutz beitrug.
Übrigens ist die Tour durch die ungewöhnliche Routenwahl ansonsten fast ein wenig einsam. Der direkte Abstieg über den Westrücken des Hirschhörnlkopfs ist zwar nicht die reguläre, aber die logische Fortsetzung zum Jochberg. Außerdem ist es leicht zu finden und völlig unproblematisch. Dagegen ist der ebenfalls unbezeichnete Steig am Nordostgrat des Jochbergs im unteren Drittel unangenehm steil und bei Schnee oder Nässe auch gefährlich.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1130 m16 km5:30 h

Anspruch■■■■■■ T3
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Auf den Hirschhörnlkopf

Gestartet wird unterhalb der Kirche im Ortsteil Dorf, wo sich ein großer Wanderparkplatz befindet. Nach dem ersten Kilometer entlang der Kleinen Laine geht es an einer Gabelung rechts zum Hirschhörnlkopf. Wenig später dann an der Nächsten links. Ist alles beschildert! Es dauert etwas, bis die Kiesstraßen überstanden sind und der eigentliche Steig beginnt. Dieser schlängelt sich durch lichten Wald hinauf zur Hochfläche der Pfundalm1. Bei sonnigem Wetter eine schweißtreibende Angelegenheit.
An der Almhütte zweigt links der reguläre Steig zur Kotalm ab, der den Hirschhörnlkopf südseitig quert. Wer nachher lieber diese Variante nutzen möchte, kehrt dorthin zurück. Doch zunächst muss auf jeden Fall der zum Greifen nahe Gipfel2 her, von dem man einen selten schönen Rundumblick hat.

Übergang zum Jochberg

Am Westrücken des Hirschhörnlkopfs gibt es einen gut erkennbaren Trampelpfad, auf dem man ohne Schwierigkeiten Richtung Kotalm absteigt. Erst gegen Ende wird die Situation unübersichtlicher und man hält sich möglichst rechts eines kleinen Grabens, so dass man ein Stück nördlich der Kotalm an einer Kiesstraße herauskommt. Wer keine Lust mehr auf zusätzliche 400 Höhenmeter hat, kann nun abbrechen. Andernfalls der Kiesstraße kurz nach rechts folgen und gleich darauf links. Das ist der Weg zum Graseck. Nach einigen Metern beim Heckenbachsattel3 erneut links abzweigen und am Waldsaum südwärts auf den Jochberg zulaufen. Eilige könnten diesen Bogen durch die Weide abschneiden.
Obwohl der Beginn also etwas versteckt ist, scheint der Steig über den Nordostgrat fleißig begangen zu werden. Nach dem ersten Steilstück weicht der Wald zurück und man nähert sich bei bester Aussicht und in aller Ruhe dem Gipfel des Jochbergs4.

Rückweg in die Jachenau

Wir widerstehen zum Schutz der Vegetation der Versuchung, in direkter Luftlinie zur Jocheralm zu streben. Das ist sowieso kaum schneller. Danach rate ich, von der Jocheralm nicht den langweiligen Fahrweg zu nehmen, sondern sich links zur Kotalm5 zu wenden. Hinter dem Rotmoos wird es schattig. Lustige Bächlein begleiten uns zur Lichte der Kotalm. Von dort auf vorwiegend breiten Wegen am Kotbach und der Kleinen Laine weiter talwärts, wo schließlich wieder der Hinweg erreicht wird.