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Hintersteiner See und Steinerne Stiege

Wanderung um die blaue Perle des Kaisergebirges

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In einer Senke zu Füßen des Kaisergebirges liegt der traumhafte Hintersteiner See. Dort zeigt sich der Wilde Kaiser von seiner sanften Seite und lädt zum gemütlichen Wandern ein. Am besten wählt man einen sonnigen Tag. Dann spiegeln sich die felsigen Gipfel gestochen scharf im klaren Wasser des Sees. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Parkplatz Walleralm
    2. Nach Rechau
    3. Sojerweg zum Hintersteiner See
    4. Uferweg nach Seespitz
    5. Steinerne Stiege
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten und Literatur
Zur Galerie (9 Fotos)
Kein Wassersportbetrieb stört am Hintersteiner See die Ruhe.

Der Hintersteiner See ist das einzige größere stehende Gewässer im Kaisergebirge. Er wird von unterseeischen Karstquellen gespeist. Dadurch erklärt sich seine hohe Wasserqualität. Man kann aus dem See trinken. Sein Einzugsgebiet erstreckt sich über den westlichen Teil des Wilden Kaisers. Das Wasser fließt unterirdisch durch den Wettersteinkalk zum See. Über nennenswerte oberirdische Zuflüsse, die das Wasser verunreinigen könnten, verfügt er nicht.

Die Wassermenge, welche durch den Hintersteiner See strömt, reicht für ein kleines Kraftwerk. Eine Staumauer reguliert am Ostende den Wasserstand. Das Kraftwerk selbst befindet sich auf der anderen Seite. Dort wird das Wasser durch einen Stollen zu einem Fallrohr geleitet, durch welches es 320 Höhenmeter hinabstürzt und zwei Turbinen antreibt. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Walchenseekraftwerk.
Die Kaiserwerke am Hintersteiner See wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet und sind damit eines der ältesten Hochdruck­kraftwerke der Welt.
Beim Abstieg über die Steinerne Stiege kommen wir an dem Industriedenkmal vorbei. Es wurde in den 80er Jahren grundlegend saniert und ist noch immer in Betrieb.

Weil der Hintersteiner See im Naturschutzgebiet Kaisergebirge liegt, ist Wassersport verboten. Das sorgt für eine angenehme, ruhige Atmosphäre. In der Nordostecke gibt es neben dem Seestüberl eine Badeanstalt. Die Wassertemperatur beträgt im Durchschnitt etwas über 20 °C.

Tourcharakter und Schwierigkeit

550 m11 km3:00 h

Anspruch■■■■■■ T2
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■

Wegbeschreibung

Parkplatz Walleralm

Der Wanderweg beginnt in unmittelbarer Nähe der Bushaltestelle Steinerne Stiege. Nach ein paar Metern kreuzt er ein Sträßchen. Auf diesem kurz rechts und dann gleich wieder links Richtung Steinerne Stiege. Die steile Stiege muss man sich allerdings nicht unbedingt im Aufstieg geben. Wir heben sie uns für den Rückweg auf und halten uns daher bei der nächsten Gelegenheit links zum Parkplatz Walleralm1.

Nach Rechau

Das erste Ziel ist die Einöde von Rechau. An Stelle der tristen Kiesstraße nimmt man besser den schmäleren Weg, der ein Stück unterhalb verläuft. Er führt vom Parkplatz über eine Wiese. Von dort hat man einen guten Blick hinüber zum Pendling. Anschließend geht es nach rechts in den Wald, wo der Weg nach ein paar Kurven in die geteerte Straße nach Rechau2 mündet. Wenig später stehen wir vor dem idyllisch gelegenen Anwesen.

Sojerweg zum Hintersteiner See

Der Hintersteiner See ist ab Rechau überall ausgeschildert. Gemütlich ansteigend wandern wir im Wald bergauf. Nach Überqueren des Reherbachs wird die vorhin erwähnte Kiesstraße erreicht, die sich vom Parkplatz Walleralm heraufzieht. Auf dieser bleiben wir nun einige Zeit. Das bedeutet also vorerst Richtung Walleralm laufen.Die Abzweigung rechts zur Jausenstation Maier am Hintersteiner See wäre nicht gut, denn das liegt auf dem Rückweg.Hinter der Hölzentalalm, um die man oben herum muss, folgen wir dem so genannten Sojerweg3 zum Hintersteiner See. Dabei muss man am Sojerberg zunächst noch etwas aufwärts. Erst wenn sich der breite Weg zu einem wurzeligen Steig wandelt, ist der Scheitelpunkt überwunden und es geht steil hinab zum Hintersteiner See4.

Uferweg nach Seespitz

Bisher war von den Gipfeln des Wilden Kaisers kaum etwas zu sehen. Aber Geduld!
Wir nehmen die Strecke entlang des Südufers. Denn sie ist die schönere. Zunächst versteckt sich der Hintersteiner See noch hinter den Bäumen, doch schließlich gelangt man direkt ans Ufer und hat endlich einen freien Blick auf das Kaisergebirge.
Am Westende des Sees am besten rechts zur Jausenstation Maier in Seespitz wenden. Von dort bietet sich nochmals ein wunderbares Postkartenmotiv mit See und Kaisergebirge.

Steinerne Stiege

Von Seespitz wandern wir über die Wiesen des Hagenhofs zur Steinernen Stiege5. Fast 300 Höhenmeter ziehen sich die gut gesicherten Stufen durch eigentlich unzugängliches, sehr steiles Gelände. Der Hang ist locker mit Kiefern bewachsen – die einzige Baumart, die mit so einem extrem trockenen Felshang zurechtkommt. Fichten haben an derartigen Standorten keine Chance. Neben der Stiege verläuft das Fallrohr des Kaiserwerks. Am unteren Ende nach rechts zum Hinweg.