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Burgruine Thierberg und Hechtsee

Kleine Wanderung bei Kiefersfelden

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Der Hechtsee und die nahe gelegene Burgruine Thierberg sind zwei überaus lohnende Wanderziele bei Kiefersfelden. Im Sommer lädt der Hechtsee zum Baden ein, ist aber auch zu jeder anderen Jahreszeit reizvoll. Die Aussicht vom Bergfried der Ruine ist umwerfend. Ein Tag mit klarer Sicht wäre daher zu bevorzugen.

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Insgesamt vier Seen liegen über dem bewaldeten Thierberg verstreut. Der größte und tiefste ist der Hechtsee. Die Entstehung der vier schönen Seen ist nicht ganz klar. Beim Hechtsee sprechen Lage und Form sowie seine mit 56 m erstaunliche Tiefe für eine tektonische Ursache. Die anderen Seen könnten auch eiszeitlichen Ursprungs sein. Am Grund des Hechtsees sammelt sich Faulschlamm, was am Hechtsee-Wasserfall deutlich zu riechen ist. Als sich 1755 das schwere Erdbeben in Lissabon ereignete, wurde durch die Erschütterung der Faulschlamm im Hechtsee aufgewirbelt. Dabei sollen alle Fische getötet worden sein. Der See schlug hohe Wellen und bedeckte das Ufer mit übelriechendem Schlamm.
Von der Ruine Thierberg gäbe es ebenfalls einiges zu erzählen. Interessant ist auf jeden Fall ihre Lage. Das Inntal war früher sumpfig und permanent von Überschwemmungen bedroht. Die Straßen wurden daher soweit möglich etwas oberhalb in die Hänge gebaut. Vielleicht führte früher an der Burg eine wichtige Straße vorbei, so dass sie einst weniger abgelegen stand als heute. Denkbar wäre, dass es dort bereits in der Römerzeit eine Straße gab. Ins Reich der Märchen gehört dagegen die gelegentlich geäußerte Behauptung, die Anfänge der Burg wären römisch. Sie stammt nach derzeitigem Kenntnisstand aus dem 13. Jahrhundert.

Wegbeschreibung zur Wanderung

Anreise, Einkehr, Kartenmaterial