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Sonnenspitz (1269 m) bei Kochel

Auf verwunschenen Steigen über das Graseck

(5)

Am Sonnenspitz ist verglichen mit den übrigen Walchenseebergen recht wenig los. Man muss ja auch auf den doppelten Seeblick verzichten. Dennoch eine bärige Tour. Vor allem mit der selten genutzten Varianten über Geißalm und Graseck. Nirgends sonst ist die zerfurchte Nordwand des Jochbergs so eindrucksvoll und detailliert zu bestaunen. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Übers Graseck auf den Sonnenspitz
    2. Rückweg am Kienstein vorbei
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
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Perfekter Aussichtsplatz beim Aufstieg zum Graseck.
Es ist verständlich, dass der DAV den schmalen Steig über die Geißalm schon lange nicht mehr pflegt. Schließlich ist der Sonnenspitz durch weitere Wanderwege ausreichend erschlossen. Von Wegschäden, wie auf dem Warnschild zu lesen ist, konnte ich nichts feststellen. Die vom DAV verhängte Sperrung ist selbstverständlich wegen des Rechts auf Betreten der Flur nicht bindend. Anders verhält es sich, falls ein Weg aus Naturschutzgründen gesperrt ist, etwa um Raufußhühner im Frühjahr nicht bei der Balz zu stören oder zum Schutz des Wildes im Winter. Abgesehen davon darf man zu Fuß jeden Weg, Pfad oder Gamswechsel benutzen, durch Bäche waten, Felsen erklettern und wild im Bergwald umherstreunen – auf eigene Gefahr versteht sich.
Apropos Gefahr – an einigen Stellen ist das Gelände ziemlich steil und erfordert gute Trittsicherheit. Bei Nässe ist die beschriebene Runde eine schlechte Wahl.

Tourcharakter und Schwierigkeit

830 m11 km4:10 h

Anspruch■■■■■■ T3
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Übers Graseck auf den Sonnenspitz

Der alte, recht überschaubare Ortskern von Kochel befindet sich westlich des Bahnhofs. Beim zentralen Schmied-von-Kochel-Platz nach dem Denkmal links in die Kalmbachstraße und ein paar Meter weiter gegenüber vom Rathaus rechts. Man folgt der Alten Straße bis zur Abzweigung Am Sonnenstein, wo verschiedene Wanderziele ausgeschildert sind. Nun zum Waldrand hinauf und bei der steinernen Zimmermoosbrücke1 über den Lainbach. Drüben gleich wieder rechts. Dort verläuft eine breite Kiesstraße. Man findet auf der anderen Straßenseite einen unbeschilderten Pfad. Dieser bleibt ein Stück parallel zur Kiesstraße und quert einen jungen Felssturz, der langsam zuwächst. Wenn der Pfad in einen Forstweg mündet, den links ansteigenden Ast nehmen. Der Weg wird immer verwilderter und endet an einem Graben mit Wasserlauf. Begehungsspuren weisen uns durch den Graben. Nach querliegendem Totholz und unübersichtlichem Gestrüpp ist der nächste, tiefer eingeschnittene Graben zu sehen. Vor diesem rechts halten und ca. 40 m absteigen, bis der Graben abflacht und ein aufgelassener DAV-Steig auftaucht.Ich ging zuerst fälschlicherweise neben dem zweiten Graben bergauf. An einer haarigen Stelle gibt es eine Trittspur durch den Graben, die an einer Quellfassung endet.Ist der DAV-Steig gefunden, gibt es keine Orientierungsprobleme mehr. Sogar die alten Markierungen sind noch vorhanden. Über dem ersten Steilstück zwecks der Aussicht eventuell kurz vor zur Geißalm2. Hinterher weiter im Zickzack empor. Bald ist ein wunderschöner Rastplatz auf einer Felskuppe erreicht. Von da durch lichten Kiefernwald am Grat entlang. Später quert man in die abschüssige Südflanke hinein. Bitte vorsichtig sein! Es scheint fast, dieser Steig oberhalb des Heckenbachs würde das falsche Ziel anpeilen. Aber dann gibt es Serpentinen zum Grat hinauf. Das Kreuz am Graseck3 steht nicht am höchsten Punkt, sondern auf einem westlich vorgelagerten Felszacken. Der Zugang ist ausgesetzt. Eher wenig lohnend.
Auf halber Strecke vom Graseck zum Sonnenspitz, fädelt sich der gesperrte Steig in den offiziellen Wanderweg ein. Anschließend in ein paar Minuten zum Gipfel4 mit großzügiger Rastfläche.

Rückweg am Kienstein vorbei

Man verlässt den Sonnenspitz in nördlicher Richtung auf einem markierten Waldsteig. Wenn der Wegweiser nach rechts zeigt, besser geradeaus halten. So lässt sich die hatscherte Forststraße nach Kochel vermeiden. Ein ausgetrampelter Steig führt sicher durch den gachen Hang zum Kienstein hinab. Am Kiensteinsattel5 nach rechts schwenken. Bei einem Holzlagerplatz gelangt man auf die Forststraße nach Kochel, die abgekürzt werden kann. Wer noch Lust auf eine Abfrischung hat, dem empfehle ich, von der Zimmermoosbrücke oben über den Lainbachfall6 nach Kochel zurückzuwandern.

Tipp: Auf dem Kochelsee verkehrt im Sommerhalbjahr ein Ausflugsboot. Während der Fahrt hat man eine schöne Perspektive auf die umliegenden Berge und erfährt interessante Details über den Kochelsee.