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Ruine Falkenstein und Alatsee

Wandern von Pfronten nach Füssen

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Die Überquerung des Falkensteinkamms von Pfronten nach Füssen hat einiges zu bieten. Unter anderem führt die Bergwanderung an der höchstgelegene Burganlage Deutschlands und dem geheimnis­umwitterten Alatsee vorbei. Außerdem gibt es eine prachtvolle Aussicht in die Tannheimer Berge und nicht zuletzt eine zünftige Einkehr auf der Saloberalm. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Falkenstein und Zirmgrat
    2. Über den Alatsee nach Füssen
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
Zur Galerie (9 Fotos)
Der Obersee unweit von Bad Faulenbach bei Füssen.
Zwischen Pfronten und Füssen beschränkt sich der bayerische Anteil an den Alpen auf die Nordseite des Falkensteinkamms. Diese kleine Bergkette erreicht nicht einmal 1300 m. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb ist sie ein besonders einladendes Wandergebiet. König Ludwig II., der um den Reiz der Lage wusste, plante gegen Ende seines Lebens auf dem Falkenstein ein neues, großes Bauvorhaben. Dabei waren die anderen Schlösser noch nicht fertiggestellt. Bekanntermaßen wurde daraus nichts mehr und so stehen dort oben bis heute die Mauerreste der Burgruine Falkenstein.
Erwähnenswert ist außerdem der Alatsee, der mit allerlei Legenden und sogar einem angeblichen Nazischatz in Verbindung gebracht wird. Tatsache ist, dass er in seinen Tiefen ein bis dato nur teilweise erforschtes Ökosystem beherbergt. In einer sauerstofflosen, schwefelhaltigen Schicht leben Schwefel­purpur­bakterien, die bei der Photosynthese keinen Sauerstoff freisetzen. Trotz dieser scheinbar lebensfeindlichen Bedingungen wurden weitere Bakterien, Einzeller und sogar Insektenlarven nachgewiesen.

Tourcharakter und Schwierigkeit

600 m640 m14 km4:20 h

Anspruch■■■■■■ T3
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Falkenstein und Zirmgrat

Am Bahnhof Pfronten-Steinach gibt es einen riesigen Parkplatz für die Breitenbergbahn. An dessen Ostende kann man das Bahngleis und die Vils überqueren. Die Burgruine Falkenstein ist mehrfach ausgeschildert. Durch gesunden Bergmischwald steigt man eine knappe Stunde gen Falkenstein auf. Etwas unterhalb der Burg klafft ein breiter Spalt in der Felswand, in dem sich eine Mariengrotte befindet. Wer für diesen Kitsch nichts übrig hat, dem wird dort zumindest eine tolle Aussicht geboten. Anschließend links halten. Vorbei am Burghotel mit angebautem Minimuseum geht es die Stufen zur Ruine1 hinauf. Von der Holzplattform in ihrem Inneren bietet sich ein wunderbarer Rundumblick. Im Norden ist das bedeutende Burgensemble Hohenfreyberg und Eisenberg zu sehen.
Am Falkenstein treffen mehrere Fernwanderwege zusammen, darunter der Maximiliansweg und die Via Alpina. Gemeinsam überschreiten sie den Zirmgrat. Man muss kurz die geteerte Zufahrtsstraße nehmen, kann aber bereits nach der ersten Linkskehre auf einen Steig wechseln. Zum Luimentalsattel2 hinab werden zunächst gut 100 Höhenmeter abgegeben. Am Sattel markiert ein restaurierter alter Grenzstein die Grenze zwischen Bayern und Tirol. Nun unter einer Felswand wieder bergauf. Bald ist der Höhenzug des Zirmgrats3 geschafft. Mit Bänken und freier Sicht lädt er zum Rasten ein.Einerkopf und Zwölferkopf lässt der markierte Weg beiseite. Sie sind nur durch Trampelpfade erschlossen. Zum Zwölferkopf könnte man bei Erreichen des Grats rechts abbiegen.

Über den Alatsee nach Füssen

Beim Abstieg vom Zirmgrat sollte man die Strecke über den Vierseenblick nehmen. Je näher die Saloberalm4 rückt, umso belebter wird es. Hinter der Einkehr geht es den breiten Wirtschaftsweg zum Alatsee hinab, wobei der Josefsteig beim Abkürzen der öden Kiespiste hilft. Am Ostufer des Alatsees5, wo sich auch ein Restaurant befindet, besser nicht dem Teersträßchen folgen, sondern rechts über den Faulenbach. Der Name hat wohl mit dem fauligen Geruch zu tun, wenn schwefel­wasserstoff­haltiges Wasser aus dem Alatsee abfließt. Der Faulenbach begleitet uns bis zum Obersee. Man wandert dann am schönsten das Südufer von Ober- und Mittersee entlang, außer man möchte die Bademöglichkeiten am Nordufer nutzen.
Danach durch die Kneipp-Kuranlage in den Füssener Ortsteil Bad Faulenbach hinein. Es lohnt sich, noch beim Lechfall und der Lechklamm6 vorbeizuschauen. Beides sind bedeutende Geotope. Dazu die Beschilderung Maxsteg beachten. Leider hat der Lechfall durch die Verbauung seinen natürlichen Charakter verloren. Wenigstens die Klamm blieb von menschlichen Eingriffen verschont.
Auf der anderen Flussseite an der stark befahrenen Tiroler Straße zur Lechbrücke hinab und dort erneut über den Lech. Der Bahnhof liegt gleich nördlich der sehenswerten Altstadt.