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Ettaler Manndl (1633 m) von Oberau

Unbekannte Route über den Großen Laber

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Wenn man sich von Norden der Ortschaft Eschenlohe nähert, so sticht der helle Felszahn des Ettaler Manndls schon von Weitem ins Auge. Was wäre also naheliegender, als das Ettaler Manndl direkt aus dem Loisachtal zu besteigen. Doch erstaunlicherweise ist das nur möglich, wenn man sich auf eine abenteuerliche und einsame Route begibt. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Zum Grünen Fleck
    2. Großer Laber
    3. Auf das Ettaler Manndl
    4. Rückweg via Ettal
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
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Im unteren Bereich des Klettersteigs am Ettaler Manndl kommt man noch gut aneinander vorbei.

Zunächst ist klarzustellen, dass der Große Laber, über den der hier beschriebene Aufstieg erfolgt, nichts mit dem bekannteren Laber zu tun hat, auf welchem die Bergstation der Seilbahn steht. Der Große Laber ist ein fast vollständig bewaldeter Berg im Süden des Ettaler Manndls. Erreichbar ist der Gipfel nur über einen undeutlichen Jagdsteig. Außer Einsamkeit hat er wenig zu bieten, weshalb er vorwiegend als Zwischenstation von Oberau Richtung Manndl interessant ist.

Die enorme Anziehungskraft des Ettaler Manndls beruht wohl auf der nahen Laber-Bergbahn und dem anfängertauglichen Klettersteig. Letzterer sorgt allerdings eher für Frust. Denn an manchen Tagen hängen derart viele Bergsteiger drin, dass es nur im Schneckentempo vorangeht. Immerhin kann man während der Wartezeit die tolle Aussicht genießen und kommt vielleicht miteinander ins Gespräch.
Vom Anspruch her ist der Klettersteig maximal als B einzustufen. Geübte können daher auf das Klettersteigset verzichten. Kinder müssen jedoch auf jeden Fall gesichert werden. Ein Steinschlaghelm ist zu empfehlen. Zwar ist das Gestein fest, aber herabfallen kann natürlich immer etwas.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1100 m15 km6:10 h

Anspruch■■■■■■ T4 A/B
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■

Wegbeschreibung

Zum Grünen Fleck

Der Bahnhof Oberau wird am besten nach Norden verlassen, wo es an der stark befahrenen B 2 eine Fußgängerampel gibt. Das erste Etappenziel ist der Aussichtspunkt Am Grünen Fleck. Dazu auf der Mühlstraße durch den Ort hindurch und auf der anderen Seite des Mühlbachs den Weg Am Mühlberg zum so genannten Bärli-Hof hinauf. Hinter dem Anwesen wird ein Bächlein überquert. Danach wendet man sich entsprechend der Beschilderung nach links. Zu Beginn schlängelt sich der unterhaltsame Steig über eine schmale Lichtung, später taucht er in einen freundlichen Bergmischwald ein. Der Aussichtspunkt Am Grünen Fleck1 ist schnell erreicht. Der Blick reicht bis ins Wettersteingebirge.

Großer Laber

Kurz nach dem Grünen Fleck gelangt man an einen Fahrweg, dem man nach links folgt. Der Fahrweg ist zwar eine Sackgasse, doch es schließt sich ein guter Pfad an. Dieser quert ein Stück den Hang und trifft bei einer Hütte wieder auf einen Fahrweg, welcher gleich darauf in eine Kiesstraße mündet. An allen Gabelungen wählen wir nun stets den ansteigenden Ast. Das zieht sich ordentlich in die Länge. Dafür hat man seine Ruhe. Außerdem ist die Steigung sehr moderat. Vor der so genannten Hölle2 geht es spitz links, wo dann bald eine kleine Lichtung auftaucht. Nach dieser gibt es zwei Möglichkeiten. Der Forstweg rechts lässt den Großen Laber aus und ist die bequemere Variante. Abwechslungsreicher ist dagegen der Jagdsteig, welcher etwa 100 m weiter ebenfalls rechts abzweigt. Er ist problemlos zu finden und sogar mit orangefarbenen Punkten markiert. Nach einiger Zeit kommt eine Verzweigung, bei der wir rechts müssen, denn der linke Ast steuert den Mühlberg an. Auf der dicht bewaldeten, unübersichtlichen Kuppe am Punkt 1350 aufpassen und unbedingt rechts in die feuchte Mulde hinab. Der Jagdsteig ist nun teilweise kaum mehr zu erkennen. Auch die Markierungen werden spärlicher. Im Gipfelbereich des Großen Labers3 öffnet sich der Wald, was offenbar auf einem schon länger zurückliegenden Windbruch beruht. Der Ausblick ist indessen bescheiden.

Auf das Ettaler Manndl

Die steile Flanke vom Großen Laber hinab zum Sattel bei der Tiefental-Diensthütte erweist sich als recht unwegsam. Man holt zunächst ein wenig nach rechts aus und orientiert sich dann nach links. Eigentlich wäre ein kleiner Pfad zu erwarten, aber davon ist nicht wirklich etwas zu sehen. An der Tiefental-Diensthütte4 wird schließlich der viel begangene Steig zum Ettaler Manndl erreicht. Bis zum Klettersteig ist es noch ein gutes Stück. Der Klettersteig ist mit massiven Ketten gesichert. Vom Einstieg bis zum ersten Absatz wären diese fast entbehrlich. Doch bei der darauffolgenden Querung ist festes Zupacken angesagt. Diese Passage ist auch das Nadelöhr. Ohne Gefahr kommt man dort nicht aneinander vorbei. Nach einem weiteren Aufschwung wird das Ettaler Weibl gewonnen und gleich im Anschluss das einige Meter höhere Ettaler Manndl5.

Rückweg via Ettal

Für den Rückweg empfehle ich den Abstieg von der Tiefental-Diensthütte nach Ettal. Kurz vor Ettal zweigt man links auf den beschilderten Enzianweg6 ab, wobei ein Abstecher zum Kloster Ettal mit seiner berühmten Barockkirche ebenfalls lohnend wäre. In Ettal gibt es zudem Einkehrmöglichkeiten und eine Bushaltestelle. Vom Wandergenuss her ist der Enzianweg dagegen besser, als durch Ettal hindurchzulaufen.
Sehr interessant ist zuletzt die Alte Ettaler Straße7 hinab nach Oberau. Der steile Kienberg war früher bei den Fuhrleuten gefürchtet. Heute bringt die steinige Strecke nur noch die Mountainbiker zum Schwitzen. Die Geschichte der Straße wird auf einigen Infotafeln erläutert. Unten in Oberau folgt man am einfachsten dem Mühlbach und trifft so wieder auf die Mühlstraße. Auf dieser rechts zum Bahnhof.