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Osterseen-Umrundung

Wanderung bei Iffeldorf

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Die Osterseen sind landschaftlich wunderschön und ganzjährig ein beliebtes Ziel zum Wandern. Das wertvolle Naturschutzgebiet liegt zwischen Iffeldorf und Seeshaupt im Süden des Starnberger Sees. Zusammen mit den Seeoner Seen sowie der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte gehören die Osterseen zu den bedeutendsten Eiszerfalls­landschaften im Alpenvorland.

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Von Iffeldorf zu den Osterseen
    2. Umrundung Großer Ostersee
    3. Blaue Gumpe
    4. Rückweg über das Fohnseestüberl
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten und Literatur
Zur Galerie (6 Fotos)
Die Osterseen speisen sich weitgehend aus Grundwasser. Dieses tritt an unterseeischen Quellen wie der Blauen Gumpe hervor.

Am Ende der Würm-Kaltzeit blieben mit dem Abschmelzen des Isar-Loisach-Gletschers große Toteismassen im Gebiet der heutigen Osterseen zurück. Die Räume zwischen den schrumpfenden Eisblöcken wurden von den Schmelzwasserbächen mit Sedimenten aufgefüllt. Wo das Eis dagegen die Ablagerung von Material verhinderte, bildeten sich Toteislöcher. In diesen Vertiefungen liegen heute oft Seen oder Moore. So entstand die Eiszerfalls­landschaft an den Osterseen, die zu Bayerns schönsten Geotopen gezählt wird.

Lange Zeit wurden die Osterseen von den Menschen gemieden und nur im Randbereich besiedelt. Doch dann wären sie fast vom Freizeittourismus überrollt worden. Ein Schicksal, das sie mit den Seeoner Seen und der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte gemeinsam haben.
Die Ausweisung der Osterseen als Naturschutzgebiet, das Wegegebot und die Beschränkung auf einige wenige Badeplätze konnten das Schlimmste verhindern. Neben den offiziellen Wanderwegen existiert ein dichtes Netz an Trampelpfaden. Diese sollten aus Naturschutzgründen jedoch nicht genutzt werden, so schwer das auch fallen mag.

Die bayerischen Seen verändern sich durch den Klimawandel. Das Wasser ist häufig zu warm und fördert dadurch vor allem das Algenwachstum. Davon sind auch die Osterseen betroffen. An Kälte angepasste Pflanzen wachsen langsam. Wird es wärmer, werden sie von weniger robusten, aber üppiger wachsenden Arten verdrängt.

Tourcharakter und Schwierigkeit

12 km3:00 h

Anspruch■■■■■ T1
Kondition ■■■■■
Orientierung ■■■■■

Wegbeschreibung

Von Iffeldorf zu den Osterseen

Ich schlage vor, zunächst den Großen Ostersee zu umrunden. Man wandert dazu vom Bahnhof Iffeldorf neben der Gleisstrecke Richtung Norden und trifft beim Gut Staltach1 bald auf die ersten Beschilderungen. Zu dem herrschaftlichen Gut Staltach gehörten früher neben der Landwirtschaft auch eine Brauerei und ein Torfwerk. Heute werden die Gebäude als Eventlocation und Zentrum für Oldtimer genutzt.
Beim Gut Staltach führt der Wanderweg rechts vorbei. Dahinter dem Weg Nr. 6 bis zum Großen Ostersee folgen, wo wir uns nach rechts wenden.

Umrundung Großer Ostersee

Gegenüber der langgezogenen Marieninsel2 verläuft ein schmaler Weg am Ostufer des Großen Ostersees entlang. Die Marieninsel ist ein so genannter Os. Diese wallartige Aufschüttung entstand durch die Sedimente eines Schmelzwasserbachs im Eis. Nach Verlassen des Waldes geht es beim Badeplatz3 zu einer Anhöhe hinauf. Von dort präsentiert sich bei guter Sicht die Alpensilhouette mit den bekannten Münchner Hausbergen.
Als Nächstes laufen wir ganz im Norden des Großen Ostersees um Ameissee und Breitenauer See herum. Beide sind von einem dichten Schilfgürtel umgeben und wirken aus dieser Perspektive fast wie ein Teil des Großen Ostersees. Das letzte Stück nach Unterlauterbach muss man dann leider auf einer Nebenstraße laufen.
In Unterlauterbach4 beansprucht ein Klinikgelände vorübergehend das Seeufer. Beim Parkplatz links halten. Wir genießen noch einen wunderbaren Blick über den See, bis der Weg in den Wald eintaucht. Die beiden in der Karte eingezeichneten Toteislöcher bei Schwaig5 sind nicht direkt erschlossen. Die Vertiefung des einen ist für den aufmerksamen Beobachter jedoch rechter Hand gut zu erkennen.

Blaue Gumpe

An der Südspitze des Großen Ostersees erstreckt sich eine Verlandungszone mit weiten Schilfflächen. Dort bei der Verzweigung am besten nach links. So gelangt man noch zu den kleineren Seen rings um das Fohnseestüberl. In diesem Bereich gibt es zahlreiche unterseeische Quelltrichter, aus denen Grundwasser hervortritt. Einer davon ist die Blaue Gumpe6. Sie kann dank eines Holzstegs genauer betrachtet werden.

Rückweg über das Fohnseestüberl

Kurz nach der Blauen Gumpe kommt hinter einer Brücke nochmals ein Badeplatz7. Dort rechts zum herrlichen Fohnsee, um dessen Nord- und Ostseite wir nun herumwandern. Der Fohnsee ist von mehreren miteinander verbundenen Miniseen umgeben. Mit Camping- und Badeplätzen, dem Fohnseestüberl8 und Parkmöglichkeiten ist dies der am stärksten touristisch geprägte Teil. Auf dem Fohnseeweg geht es schließlich zurück nach Iffeldorf. Bei den ersten Häusern links zum Bahnhof wenden.