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Wank (1780 m) über Eckenberg

Wanderung bei Garmisch-Partenkirchen

(aktualisiert am )

Die Bergwanderung von Garmisch-Partenkirchen hinauf zum Wank ist ein unvergessliches Erlebnis. Oben auf der Gipfel­hochfläche lässt sich ausgiebig Sonne tanken und dabei das komplette Werdenfelser Panorama genießen. Fehlt nur noch einen möglichst ruhigen Aufstieg zu wählen, wie beispielsweise den Steig über den Eckenberg.


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  1. Tourcharakter
  2. Wegbeschreibung
    1. Am Faukenbach zur Tannenhütte
    2. Wankbahn Mittelstation über Sunnaweg
    3. Schleichweg zum Eckenberg
    4. Abstieg vom Roßwank zum Gschwandtnerbauer
    5. Über die Hacker-Pschorr-Hängebrücke zur Tannenhütte
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten und Literatur
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Der Talkessel von Garmisch-Partenkirchen beim Aufstieg zum Eckenberg.

Der alte Ortskern von Partenkirchen liegt direkt am Wankfuß. Es sind deshalb auch die Partenkirchener Bauern, denen die Almen auf dem Wank gehören.
Dass der Wank gerne mal zu Garmisch gerechnet wird, kommt in Partenkirchen nicht so gut an. Schließlich hat Garmisch mit dem Kramerspitz ja seinen eigenen Wanderberg.

Partenkirchen ist der ältere Ort und eine römische Gründung. Garmisch entstand während oder nach der Völkerwanderung. Die uralte Konkurrenz der beiden Orte wird bis heute gehegt und gepflegt.
Partenkirchen hatte das Rottwesen an der wichtigen Transitroute von und nach Italien inne und damit einen großen wirtschaftlichen Vorteil. Das Rottwesen erforderte eine umfangreiche Pferdehaltung. Am Rosswank gibt es eine große Hochfläche, die als Rossweide genutzt wurde. Noch heute werden auf dem Wank neben den Kühen auch einige Pferde gesömmert.

Insgesamt hat sich der Wank allerdings zu einem sehr touristisch geprägten Berg gewandelt. Ob zum Wandern, Mountainbiken, Gleitschirmfliegen oder einfach nur Relaxen – am Wank ist für jeden etwas dabei. Auf der sonnigen Hochfläche am Rosswank gibt es viele schöne Rastplätze und Aussichts­punkte. Genügend Einkehrmöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden, sogar direkt auf dem Gipfel.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1220 m19 km5:50 h

Anspruch■■■■■■ T2
Kondition ■■■■■
Orientierung ■■■■■■
Die Wanderwege am Wank sind überwiegend einfachen und sehr gut beschildert. Der von mir für den Aufstieg empfohlene unmarkierte Schleichweg zum Eckenberg präsentiert sich zwar ein wenig steil, aber ebenfalls unschwierig.
Konditionell wird man dagegen schon ordentlich gefordert. Vor allem der teils hatscherte Rückweg ab dem Gschwandtnerbauer gegen Ende der langen Tour kann ein wenig zäh werden.

Wegbeschreibung

Am Faukenbach zur Tannenhütte

Der Ortsteil Partenkirchen liegt einen Kilometer östlich des Bahnhofs. Man läuft dahin die Bahnhof- und Ludwigstraße entlang und wendet sich an der auffällig orangefarbenen Kapelle St. Sebastian rechts. Bei der nächsten Straße gleich wieder links. Nun am einfachsten der Beschilderung zur Gamshütte bzw. Tannenhütte folgen.
Bald geht es auf einem breiten Wanderweg oberhalb des Faukenbachs in die Schalmeischlucht hinein. Nach Überqueren des Kesselgrabens wird es recht steil. Der Abschnitt ist teilweise mit Stufen ausgebaut. An Stelle der abgebrannten Gamshütte steht seit 2018 die neue Tannenhütte1.

Wankbahn Mittelstation über Sunnaweg

Von der Tannenhütte halten wir uns links Richtung Eckenhütte. Angesichts der Aussicht kann an der Eckenhütte ein Zwischenstopp nicht schaden. Die Weiden dort bilden eine so genannte Voralm. Auf den niedrig gelegenen Voralmen verbringt das Vieh den Frühling, bis es auf den Hochweiden genug Futter gibt.
Ein Stück über der Eckenhütte zweigt der Sunnaweg zur Mittelstation der Wankbahn ab. Für den Aufstieg zum Eckenberg muss man an dieser Stelle links. Der Sunnaweg quert durch den von weiter unten bereits bekannten Kesselgraben, wobei man etwas an Höhe verliert. Bald darauf wird die Mittelstation2 erreicht.

Aufstiegshilfe: Wer es lieber etwas entspannter angehen möchte, kann sich die Tour mit der Wankbahn erleichtern und beispielsweise erst an der Mittelstation loswandern. Der Sommerbetrieb beginnt im April und dauert bis in den Oktober.

Schleichweg zum Eckenberg

Ungefähr 300 Meter nordwestlich der Mittelstation steht beim Schafkopf eine Hütte. Kurz vor der Hütte wechelt man rechts auf einen unbezeichneten Weg. Damit wäre der kleine Schlenker beendet und man darf wieder bergauf. Der anfangs trassierte Weg verjüngt sich schnell zu einem bequemen Steig, welcher sich durch lichten Wald und Latschen den Rücken hinaufzieht. Bei Nässe könnte es schmierig sein. Nach dieser vergleichsweise wenig begangenen Strecke ist es dann oben am Eckenberg3 mit der Ruhe erst einmal vorbei.

Abstieg vom Roßwank zum Gschwandtnerbauer

Östlich des Wank-Hauptgipfels erstreckt sich das Hochplateau des Roßwanks. Dort haben die Wandermassen ausreichen Platz, um sich auf der Panoramarunde zu verteilen.
Am Ostende des Roßwanks4 steigen wir auf einem gemütlichen Weg Richtung Gschwandtnerbauer und Partenkirchen ab. Schön wäre natürlich auch die Route über die Esterbergalm. Vielleicht beim nächsten Mal. Unten im Sattel am Häuslboden5 gäbe es nochmals eine Gelegenheit links zur Esterbergalm. Zum Gschwandtnerbauer wandert man dagegen durch den Häuslgraben nach Süden. Auf der Lichtung von Gschwandt fallen neben dem Gasthaus6 die für das Werdenfelser Land typischen Buckelwiesen auf.

Über die Hacker-Pschorr-Hängebrücke zur Tannenhütte

Der Rückweg zur Tannenhütte (ehemals Gamshütte) zweigt einige Meter oberhalb des Gschwandtnerbauern ab. Bevor es endgültig bergab geht, gilt es am Steinbichl einen kleinen Gegenanstieg zu überwinden. Nach dem Scheitelpunkt gäbe es im Wald linker Hand die so genannten Eiszeitdrillinge7 zu sehen. Dabei handelt es sich um drei Findlinge aus extrem hartem Eklogit. Sie wurden von den eiszeitlichen Gletschern aus den Zentralalpen hertransportiert. Zu dem versteckten Geotop führt ein kleiner Trampelpfad, bevor der Hauptweg einen Schwenk nach rechts macht.
Kurz vor der Tannenhütte gibt es dann noch eine weitere Überraschung. Zur Vermeidung einer lästigen Forststraßenschleife wurde nämlich die Hacker-Pschorr-Hängebrücke errichtet. Wenn man auf die Forststraße trifft, dieser daher nicht nach rechts, sondern geradeaus folgen. Wenig später kommt auch schon die Hacker-Pschorr-Hängebrücke, welche hoch oben die Faukenschlucht überspannt. Auf der anderen Seite befindet sich die Tannenhütte. Ab da auf dem Hinweg zurück.