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Daniel (2340 m) und Upsspitze

Bergtour von Lermoos auf den König der Ammergauer

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Die Bergtour von Lermoos auf Daniel und Upsspitze ist trotz ihrer Länge sehr beliebt. Wer genug Ausdauer hat, kann anschließend über die stillere Nordseite absteigen und den Daniel komplett umrunden. Dabei beeindruckt besonders die Abgeschiedenheit in den beiden kargen Hochkaren von Büchsental und Meirtl. Aktualisiert am

Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Vom Bahnhof zum Panoramabad
    2. Zur Tuftlalm
    3. Auf den Daniel
    4. Durchs Büchsental
    5. Vom Meirtl nach Ehrwald
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte und Literatur
Zur Galerie (10 Fotos)
Im Süden des Ehrwalder Talkessels erstreckt sich das Mieminger Gebirge.

Daniel und Upsspitze sind die beiden höchsten Ammergauer Gipfel. Mit ihnen schwingt sich die Gebirgs­gruppe an ihrer Südspitze auf über 2300 Meter empor. Dadurch bietet sich von dort ein gewaltiges Panorama.
Allen voran sticht natürlich die Zugspitze hervor, die sich vom Daniel aus wirklich eindrucksvoll präsentiert.
Auf der anderen Seite des Ehrwalder Talkessels steht im Mieminger Gebirge die Ehrwalder Sonnenspitze. Sie fällt durch ihre schöne, pyramiden­ähnliche Form auf.
Im Norden sind außerdem so ziemlich alle bedeutenden Berge der Ammergauer Alpen zu sehen. Der Blick schweift vom Säuling im Westen bis zum Kramerspitz im Osten.

Der Danielkamm besteht hauptsächlich aus Plattenkalk. Die Platten sind nach Süden hin geneigt. Dadurch ist die Südflanke ungeachtet ihrer Steilheit kaum zerklüftet, ja teilweise geradezu sanft und lieblich. Wo die Kalkplatten offen daliegen, zeigen sich die für dieses Gestein typischen Karren. Durch den Hebungsprozess brachen die Platten im Norden ab. Deshalb wird die gesamte Nordseite des Danielkamms von schroffen Felswänden geprägt.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1450 m1480 m15 km6:30 h

Anspruch■■■■■■ T4 I
Kondition ■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Im Großen und Ganzen haben wir es auf dieser Bergtour mit einfachen Steigen zu tun. Die kurze Kletterstelle an der Upsspitze ist kaum der Rede wert. Einige Passagen verlangen allerdings nach solider Trittsicherheit, vor allem der steile Abstieg vom Meirtljoch.
Im Büchsental und dem Meirtl halten sich die Schneefelder oft bis in den Sommer hinein. Das Meirtljoch kann im Schnee gefährlich sein.
Bei schlechter Sicht besteht sowohl im Büchsental als auch im Meirtl die Gefahr, den teilweise nicht sehr ausgeprägten Steig zu verlieren.

Die größte Herausforderung stellen auf jeden Fall die beachtlichen Höhenmeter dar. Die Kondition sollte also stimmen. An heißen Tagen schlaucht der südseitige, sonnenexponierte Aufstieg besonders.

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof zum Panoramabad

Wenige Meter westlich des Bahnhofs von Lermoos gibt es eine Fußgängerunterführung. Auf der anderen Seite der Gleise befindet sich links das Panoramabad. Die Tuftlalm ist dort bereits ausgeschildert.

Zur Tuftlalm

Hinter dem Panoramabad bei der ersten Gelegenheit am besten rechts wenden. So lässt sich gleich die erste Schleife der Kiesstraße abkürzen.
Der direkte Steig zur Tuftlalm ist am Anfang sehr steil und bei Nässe unangenehm rutschig. Dafür kommt man auf ihm flotter voran als auf der bestimmt doppelt so langen Kiesstraße. Weiter oben am Kohlberg1 wird der Steig besser. Nach und nach lichtet sich nun auch der Fichtenwald.
Kurz vor der Tuftlalm an einer Verzweigung rechts halten. Das ist die schönere Variante, wobei geradeaus ebenfalls richtig wäre. Es geht unter einer überhängenden Wand entlang und dann zu einer Aussichtsplattform hinauf. Diese ragt vor der Tuftlalm2 über den Steilhang hinaus.Der Zweck dieser Plattform erschließt sich allerdings nicht so recht, denn die Aussicht ist von der Tuftlalm ebenso gut. Vermutlich soll sie als Touristenmagnet wirken und mehr Leute herauflocken.

Auf den Daniel

Über der Tuftlalm taucht der Steig nochmals in den Wald ein. Doch schon bald müssen die Fichten den Latschen weichen. An der Südseite des Daniels dehnen sich diese zu riesigen Feldern aus. Auf einem Rücken, der das kesselförmigen Kärle im Westen flankiert, zieht sich unser Steig geradewegs Richtung Upsspitze empor. Das Gelände wird dabei zunehmend karger und steiniger. Schließlich gelangt man in die Einsattelung zwischen Upsspitze und Daniel, von der es nur noch wenige Minuten bis zum Gipfel3 sind.

Durchs Büchsental

Vom Daniel begeben wir uns zunächst hinüber zur Upsspitze. Unter dem Gipfel der Upsspitze gibt es eine kleine Ier Stelle. Danach folgt man noch ein Stück dem mit viel losem Gestein bedeckten Grat, bis man rechts ins Büchsental abzweigen kann. Das einsame Hochtal wird von großen Geröllfeldern dominiert. Deutlich sichtbar quert die Spur unter der Nordwand des Daniels Richtung Meirtljoch. Weiter unten im Büchsental4 tauchen aus dem Schotter vom Gletscher abgeschliffene Rundbuckel auf, welche von zarten alpinen Rasen überzogen sind. Der Pfad ist dort kaum mehr zu erkennen, aber das Meirtljoch hilft bei der Orientierung. Nach einem kleinen Gegenanstieg steht man dann auf dem Joch5.

Vom Meirtl nach Ehrwald

Der Abstieg ins Meirtl ist ziemlich gach und brüchig. Der Weg wird rechts von einer tief eingeschnittenen Runse bedrängt. Nach einem flacheren Abschnitt im Karboden beginnen bald die Latschen. Der Steig scheint kaum mehr begangen zu werden und wächst langsam zu. Unten am Althüttenboden6 endet er an einer Forststraße. Dieser folgt man bis hinab zur Loisach. Der muntere Häselgehrbach lädt dazu ein, den Füßen eine kleine Abkühlung zu gönnen. So lässt sich der Hatscher bis Ehrwald besser verkraften. Einzig der Häselgehrfall7 sorgt später für eine kurze Abwechslung.
Der letzte Kilometer entlang der Loisach nach Ehrwald ist zäh, weil es nochmals etwas bergauf geht. Wer das Auto in Lermoos stehen hat, muss bis dahin weitere Hundert Höhenmeter überwinden.