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Brecherspitz (1683 m) Ostgrat

Bergtour vom Spitzingsattel

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Der Brecherspitz verspricht nicht nur eine fabelhafte Aussicht, sondern insgesamt einen abwechslungsreichen Tourentag. Aus verschiedenen Wegalternativen kann man sich je nach Geschmack, Kondition und Anspruch eine passende Rundtour zusammenbasteln. Und es gibt sogar einige Schleichwege, wie den über den Ostgrat. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Zum Spitzingsattel
    2. Brecherspitz Ostgrat
    3. Abstieg über die Ankelalm
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
Zur Galerie (9 Fotos)
Der Westgrat am Brecherspitz über den der Wanderweg führt.
Der Brecherspitz teilt das Schicksal der schnellen Erreichbarkeit mit den meisten anderen Gipfeln im Spitzingseegebiet. Will man den schönen Berg wenigstens einigermaßen in Ruhe erleben, sind kreative Routenwahl und antizyklisches Verhalten gefragt.
Eine Möglichkeit ist der direkte Ostgrat vom Spitzingsattel aus. Rudimentäre Klettererfahrung, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit müssen indessen unbedingt vorhanden sein. Auf halbem Weg gilt es eine kleine, senkrechte Wand in exponiertem Gelände zu überwinden. Das ist zwar nur ein Ier, doch ein bisschen ins Schwitzen kann man dort schon kommen. Von oben lässt sich die Stelle schlecht einsehen. Daher sollte man den Ostgrat zunächst im Aufstieg kennenlernen. Bei Nässe natürlich komplett meiden, denn das Gelände ist längere Zeit deutlich ausgesetzt und sehr abschüssig.
Wer den Ostgrat gemeistert hat, mag anschließend über die Drahtseile am markierten Westgrat vielleicht lächeln. Angesichts einer Reihe tragischer Bergunfälle sind diese aber auf jeden Fall angebracht. Vor allem wenn es Gegenverkehr gibt oder die Wanderer einander überholen.

Tourcharakter und Schwierigkeit

900 m13 km4:40 h

Anspruch■■■■■ T5 I
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Zum Spitzingsattel

Vom Bahnhof Fischhausen-Neuhaus bis zum Spitzingsattel orientiert man sich an der Beschilderung Spitzingsee Ort und läuft zunächst auf der Waldschmidtstraße nach Süden. Beim Parkplatz am Waldrand (Buchenweg) beginnt die Kiesstraße zur Ankelalm. Man folgt ihr jedoch nur kurz hinauf zum so genannten Bockerlbahn-Weg. Dieser erinnert mit Infotafeln an eine alte Schmalspurbahn, die von 1919 bis 1922 Sturmholz aus der Valppp abtransportierte. Fast ohne Steigung wandern wir nun auf dem Bockerlbahn-Weg südwärts. Sobald der Wald verlassen wird, wäre links ein Abstecher zu den nahen Josefsthaler Wasserfällen1 möglich. Eigentlich muss man aber geradeaus zur Stockeralm. Hinter der idyllisch gelegenen Alm über den Hachelbach und auf wechselnden Wegen problemlos zum Spitzingsattel2.

Brecherspitz Ostgrat

Rechts neben dem breiten Trautweinweg, auf dem wahre Wandermassen zur Oberen Firstalm strömen, verschwindet ein dünner Pfad im Wald. Er ist gut zu finden und anfangs unschwierig. Nur ein paar Baumstämme liegen herum. Langsam wird er steiler und felsiger. Da sich im Norden Abbrüche befinden, hält sich der Pfad in der Südflanke. Inmitten einer kleinen Grasfläche mit tollem Blick auf den Spitzingsee biegt er dann nach rechts und steuert durch sehr ausgesetztes Gelände eine Felswand an. Das ist die Schlüsselstelle am Ostgrat. Die Kletterstelle ist netterweise markiert und wirklich nicht schwer. Darüber direkt am luftigen Grat entlang. In der Latschenzone wird es einfacher und man bekommt das vermutlich bereits umlagerte Gipfelkreuz zu Gesicht. Knapp unterm Brecherspitzgipfel3 warnt ein Schild mit der Aufschrift KEIN ABSTIEG LEBENSGEFAHR vor dem Ostgrat und das durchaus zu Recht.

Abstieg über die Ankelalm

Nun gibt es mehrere Möglichkeiten. Sehr lohnend ist es, den nordseitigen Almkessel oben am Grat teilweise zu umrunden, bevor es zur Ankelalm hinabgeht. Blumenreicher Magerrasen, ein paar Felsen und viel freie Sicht sorgen für Abwechslung. Man startet gen Westen. Einige Stellen sind gesichert. Bei der Abzweigung zur Oberen Firstalm bleibt man am Grat, der nun nach Norden knickt. Ein Stück hinter der süßen Freudenreichkapelle4 schließlich rechts in den Kessel absteigen. Das erste Gebäude ist die Ehardalm. Vor dieser links, wo wenig später die bewirtete Ankelalm5 auftaucht. Danach auf der Kiesstraße abwärts nach Fischhausen-Neuhaus. Die letzten beiden Schleifen lassen sich abkürzen. Man trifft vorm Ort wieder den Hinweg.