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Breitensteiner Fensterl und Bockstein (1575 m)

Wandern am Breitenstein

(9)

Ein interessanter Aufstieg zum Breitenstein führt von Birkenstein über das Breitensteiner Fensterl. Dieses kuriose Felsentor liegt abseits der Wanderwege im Wald versteckt, lässt sich aber gut finden. Oben genießt man die herrliche Aussicht vom Bockstein, dem ruhigen Nebengipfel des Breitensteins. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Von Geitau nach Birkenstein
    2. Zum Breitensteiner Fensterl
    3. Auf den Bockstein
    4. Hinab zur Kesselalm
    5. Kirchwand über Kothalm
    6. Abstieg über die Spitzingalm
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
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Das Breitensteiner Fensterl ist ein sehenswertes Naturdenkmal.

Das Naturdenkmal Breitensteiner Fensterl ist eine jener verborgenen Ecken, die zu suchen sich lohnt. Mitten im Wald ragt dort eine Rippe aus Wettersteinkalk auf, in der ein großes Loch klafft. Um einen echten Geheimtipp handelt es sich dabei inzwischen nicht mehr. Doch da kein Schild auf die Abzweigung zum Fensterl hinweist, fällt sie nur denjenigen auf, die gezielt danach Ausschau halten. Dass die meisten auf der Kiesstraße zur Kesselalm daran vorbeilaufen, schadet jedenfalls nicht.
Für das steile Gelände zum Fensterl sollte man rudimentäre Trittsicherheit mitbringen. Etwas Orientierungssinn kann auch nicht schaden.

Über das Breitensteiner Fensterl zieht sich eine teils gesicherte und sehr ausgesetzte Kletterroute (III) zu einem Felszahn mit Kreuz hinauf. Wohl aus Absicht wurde die Einstiegsstelle nicht mit Drahtseil versehen, um allzu Leichtsinnige fernzuhalten. Ohne Sicherungsausrüstung ist es nicht zu empfehlen. Eine gleichwertige Aussicht verspricht der nächste Zacken darüber, der einen unkomplizierten, jedoch ebenfalls ausgesetzten Zugang erlaubt.

Möchte man beim Rückweg noch eins draufsetzen und sind entsprechende Reserven für einen kleinen Gegenanstieg vorhanden, kann man die Kirchwand überqueren und via Spitzingalm absteigen. Das ist vergleichsweise einsam sowie landschaftlich sehr reizvoll, bei Nässe allerdings furchtbar morastig.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1000 m14 km5:30 h

Anspruch■■■■■■ T3 I
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Von Geitau nach Birkenstein

Das erste Zwischenziel ist der Wallfahrtsort Birkenstein bei Fischbachau. Dazu beim Bahnhof Geitau durch die Unterführung und einfach der Beschilderung folgen. Bis Birkenstein sind es einige Kilometer. Wer kein Interesse an der Besichtigung der Wallfahrtskapelle Birkenstein hat, kann bereits vor dem Ort rechts Richtung Kesselalm aufsteigen. Ansonsten beginnt der Aufstieg direkt bei der Kapelle1.

Zum Breitensteiner Fensterl

Von Birkenstein geht es am Sattelbach hinauf zum Fahrweg Richtung Kesselalm. Nach ein paar Kehren wird die Abzweigung zur Bucheralm passiert. Danach heißt es aufpassen, denn nur ca. 100 m weiter kommt linker Hand ein untergeordneter Forstweg. Das ist die Stelle zum Breitensteiner Fensterl. Wer die verpasst, hat vor der Sattelbachbrücke noch die Chance, einen unscheinbaren Abschneider zu ebendiesem Forstweg zu nehmen.
Der Forstweg nähert sich an einer Kurve dem Sattelbach. Dort startet der holprige Pfad zum Breitensteiner Fensterl. Er bleibt anfangs nahe dem Bach, wendet sich jedoch bald nach Norden und steigt steil bergauf. Rote Markierungen helfen bei der Orientierung. Alternativ könnte man dem anderen Pfad am Bach entlang folgen. In diesem Fall muss man ein Stück weiter oben unter einer Felswand in sehr abschüssigem Gelände nach links queren. Trotz des Gewirrs an kleinen Steigen ist das Fensterl2 letztlich nicht wirklich schwer zu finden.

Auf den Bockstein

Beim Fensterl zunächst im Schatten der emporschießenden Felsrippe aufwärts. Wo diese endet, kann man problemlos, aber ausgesetzt auf einen Felszacken kraxeln und die Aussicht genießen. Anschließend nach Osten ins Freie. Später dreht der Pfad nach Nordwesten und durchquert einen schmalen Waldgürtel. Darüber erstreckt sich die flache Weidefläche der Hubertusalm, in der ein kleiner Tümpel liegt. Der Bockstein3 ist der linke, niedrigere Gipfel. Auf diesem hat man mehr Ruhe als auf dem recht überlaufenen Breitensteingipfel.

Hinab zur Kesselalm

Vom Bockstein geht es hinüber zur bewirteten Hubertushütte, die auf einem schönen Fleckchen unter dem Breitenteingipfel steht. Ein passabler Steig führt von der Hubertushütte bergab in den Breitensteinsattel. Am Sattel trifft man auf den Fahrweg zur Kesselalm4. Wer genug hat, kann nun von der Kesselalm bequem nach Birkenstein absteigen.

Kirchwand über Kothalm

Zur Kirchwand zweigt man kurz vor der Kesselalm links auf einen Schotterweg ab. Dieser verläuft durch einen ziemlich abschüssigen Hang, der nichtsdestotrotz beweidet wird. Der befestigte Weg endet an der Kothalm5, die sich ein malerisches Plätzchen über dem Leitzachtal ausgesucht hat. Bei der Kothalm schließt sich ein Pfad an, welcher bei Nässe schnell morastig wird. Wenig später öffnet sich vor uns am Schweinsbergsattel eine ausgedehnte Weidefläche mit freiem Blick zum Wendelstein. Links führt ein bezeichneter Steig auf den Schweinsberg. Die Kirchwand6 ist der unscheinbare Grasbuckel auf der rechten Seite. Ihr Kreuz ist noch nicht zu sehen und taucht erst auf, wenn man sich hinaufbegibt.

Abstieg über die Spitzingalm

Wenige Meter vom Kreuz entfernt kraxeln wir an der Südostseite der Kirchwand eine felsige Rinne (I) ab. Nun möglichst im Freien halten und der struppig bewaldeten Felsgruppe nordseitig ausweichen. Die Begehungsspuren sind nicht immer klar erkennbar. Nach einiger Zeit leiten Steinmandln auf der Südseite zu einem markierten Steig hinab. Dieser stellt nach Osten die Verbindung zum Wendelstein her. Wir wenden uns dagegen rechts zur Spitzingalm7. Nach einem längeren Abstieg erreichen wir im Tal unten bei der Riederalm wieder den Hinweg.