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Über den Blaubergkamm zum Halserspitz (1862 m)

Aussichtsreiche Grenzwanderung

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Warum der Blaubergkamm zu den Filetstücken der Tegernseer Berge zählt, wird schnell klar. Ungehindert schweift der Blick vom Kamm aus nach allen Seiten und bleibt besonders am majestätischen Guffert immer wieder hängen. Den höchsten Punkt am Blaubergkamm bildet der Halserspitz. Der eigentliche Höhepunkt ist aber weniger der Gipfel selbst, als vielmehr der Weg dorthin.

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Die lange Überschreitung des Blaubergkamms ist keine reine Bergwanderung mehr. Gerade die bayerische Seite wird von einer zerfurchten und steil abfallenden Felsflanke geprägt, mit der man es in der Großen Wolfsschlucht sowie beim Abstieg vom Halserspitz zu tun bekommt. Rudimentäre Klettererfahrung, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind erforderlich. Während in der Großen Wolfsschlucht Drahtseile drinhängen, fehlen diese bei den Schrofenstufen an der Nordseite des Halserspitzes.

Darüber hinaus ist ausreichend Kondition nötig, denn neben der beachtlichen Wegstrecke zehren mehrere Gegenanstiege an den Kräften. An warmen Tagen kann der latschenbewachsene, sonnige Kamm sehr anstrengend sein.

Bei Nässe ist die Tour unangenehm, bei Schnee und Eis eigentlich tabu. Der Versuch einer Winterbegehung im Dezember 2008 endete für einen jungen Mann tödlich. Er verstarb unter tragischen Umständen nach einem Sturz an Erschöpfung und Unterkühlung direkt an der Wenigberghütte.

Historisches: Im Jahr 1817 erwarb König Maximilian I. umfangreiche Besitzungen bei Wildbad Kreuth. Bis heute gehört beispielsweise Siebenhütten den Wittelsbachern. Die Namen Königshütte und Königsalm erinnern noch an die Zeit, als Maximilian I. in den Blaubergen auf die Jagd ging.

Wegbeschreibung zur Bergwanderung / Bergtour

Anreise, Einkehr, Kartenmaterial