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Hoher Gaif (2288 m)

Einsame Kletterei über dem Stuibensee

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Der Hohe Gaif steht ganz im Schatten der Alpspitze. Sein Name wird vielen gar nichts sagen. Doch häufig bieten gerade die untergeordneten Gipfel das ursprünglichere Bergerlebnis. Während sich drüben an der Alpspitze die Ferrata-Fans auf den Füßen herumstehen, klettert man am Blassengrat still vor sich hin und hat den Gipfel mit hoher Wahrscheinlichkeit für sich allein.

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Die Besteigung des Hohen Gaifs ist eine knackige Tour für geübte Bergsteiger, die in jedem Gelände trittsicher zu Hause sind.
Bevor es richtig losgeht, gibt es zur Einstimmung den leichten Klettersteig durch die Schöngänge. Wer dafür eine Sicherungs­ausrüstung benötigt, sollte den Hohen Gaif lieber gleich bleiben lassen. Denn der letzte Abschnitt zum Hohen Gaif verläuft über den Blassengrat. Dort erfordert die luftige Kraxelei in griffigem Fels gute Nerven, Schwindelfreiheit und äußerste Konzentration. Auf der Reintalseite geht es Hunderte Meter nahezu senkrecht nach unten. 2009 gab es am Grat kurz vorm Gipfel leider einen tödlichen Bergunfall!

An einigen Stellen sind Orientierungssinn und Routengespür nötig. Am Hohen Gaif finden sich nur undeutliche Begehungsspuren. Der Grieskarsteig ins Gassental ist unzureichend markiert und nicht immer klar erkennbar.

Fühlt man sich dem Aufstieg zum Hohen Gaif nicht gewachsen, kann man die imposante, hochalpine Landschaft mit dem klaren Stuibensee trotzdem genießen. Einzig auf die Tiefblicke vom Blassengrat muss man dann verzichten.

Wegbeschreibung zur Bergtour

Anreise, Einkehr, Kartenmaterial