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Auracher Köpferl (1231 m) und Leitner Nasen

Alpine Vorposten am Schliersee

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Das Auracher Köpferl und die Leitner Nasen sind Rückzugsorte für Menschen, die Ruhe suchen. Aus der Ferne betrachtet wirkt das dicht bewaldete Gebiet zwischen Schliersee und Leitzachtal relativ unscheinbar. Erst wenn man dort oben umherwandert, erschließt sich einem die versteckte Schönheit dieser Ecke.

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Trotz schmaler, teils felsiger Pfade ist das Auracher Köpferl bei rudimentärer Trittsicherheit eigentlich unproblematisch. Leider ereignete sich wenige Tage nach meiner Tour ein tragischer Unfall, bei dem ein junger Münchner kurz unterm Gipfel 80 m tief stürzte und sich dabei schwer verletzte. Auch auf dem Steig um den Hirschgröhrkopf und die Felsrippen der Leitner Nasen dürfte ein Sturz übel enden. Bei meiner Begehung war der Steig noch teilweise verfallen. Einige Stellen erwiesen sich als richtig gefährlich. Mittlerweile wurde er mustergültig saniert. Bei Nässe dennoch besser meiden.

Die Tour ist insgesamt erstaunlich abwechslungsreich. Zwar gibt es nicht übermäßig viel Fernsicht, doch ein paar nette Ausblicke sind schon mit dabei, etwa zum Wendelstein, ins Spitzinggebiet oder hinab zum Schliersee. Gleich am Anfang passiert man den Auracher Märchenwald. Dieses Bergsturzgelände mit Magerrasen und moorigen Mulden beherbergt auf engstem Raum eine vielfältige Flora. Der Wald am Auracher Köpferl und um die Leitner Nasen blieb von der Forstwirtschaft verschont, wodurch er sich einen urwüchsigen Charakter erhalten konnte. Besonders romantisch ist ein Bereich unterhalb der Leitner Nasen, wo zahlreiche große Felsblöcke herumliegen. Das sind die Reste eines Felssturzes. Ja richtig, dort handelt es sich um einen Felssturz, keinen Bergsturz wie beim Märchenwald. Der Unterschied liegt im Volumen. Erst ab einer Million Kubikmetern spricht man laut Definition von einem Bergsturz.

Wegbeschreibung zur Bergwanderung / Bergtour

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