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Vom Aiplspitz zur Rotwand (1884 m)

Panoramatour im Spitzinggebiet

(aktualisiert am )

Diese Bergtour führt am Kamm entlang vom Aiplspitz über den Rauhkopf und den Taubenstein bis zur Rotwand. An klaren Tagen bietet sich dabei ein fantastisches Panorama in die Schlierseer und Tegernseer Berge. Trotz der Anstrengung eine der schönsten Touren, die man im Spitzinggebiet unternehmen kann.

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  1. Tourcharakter
  2. Route
  3. Wegbeschreibung
    1. Zum Geitauer Alpl
    2. Auf den Aiplspitz
    3. Rauhkopf und Taubenstein
    4. Zur Rotwand
    5. Durch den Pfanngraben zur Waitzingeralm
  4. Tourskizze mit GPS-Track
  5. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  6. Wanderkarte
Zur Galerie (10 Fotos)
Blick vom Aiplspitz nach Süden auf den Rotwandkamm. Im Hochtal darunter liegt die Krottentaler Alm der Naturfreunde.

Die Gegend rings um den Spitzingsee ist bekanntermaßen ganzjährig sehr belebt, an den Wochenenden oft sogar überlaufen. Angesichts der malerischen Umgebung und der schnellen Erreichbarkeit von München aus verwundert das nicht. Wenn möglich wählt man einen Werktag.
Am meisten geht es auf der Verbindung von der Taubensteinbahn zum Rotwandhaus zu und natürlich auch auf der Rotwand selbst.
Ein wenig ruhiger ist es am Aiplspitz sowie auf dem wildromantischen Abstieg durch den Pfanngraben hinab zur Waitzingeralm. Letzterer stellt allerdings nur eine Option dar, wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und nicht zurück zum Auto nach Geitau muss.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1430 m1260 m16 km6:00 h

Anspruch■■■■■■ T4 I
Kondition ■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Der schwierigste Tourabschnitt ist die Überschreitung des Aiplspitzes. Am felsigen, steilen Nordgrat muss man sich durchaus gelegentlich festhalten. Daher wird der Nordgrat bevorzugt im Aufstieg gemacht. Vorausgehende können Steinschlag auslösen. Also besser etwas Abstand halten.
Am Südwestgrat gibt es ebenfalls Ier-Gelände und ausgesetzte Stellen. Es kam sowohl am Aiplspitz Nordgrat als auch am Südwestgrat schon zu tödlichen Bergunfällen!
Der überwiegende Teil der Tour ist ansonsten aber einfach und ungefährlich.

Wegen der vielen Höhenmeter und dem ständigen Auf und Ab sollte eine entsprechende Kondition vorhanden sein. Bitte außerdem beachten, dass die Strecke sehr sonnen­exponiert ist.

Wegbeschreibung

Zum Geitauer Alpl

Die kleine Ortschaft Geitau liegt ein Stück südlich des Bahnhofs, drüberhalb der Leitzach und der Deutschen Alpenstraße. Hinter den paar Häusern von Geitau wendet man sich zum Aiplspitz wie beschildert rechts. Vorerst gibt es einen bequemen Fahrweg, der teils im Freien und teils im Wald zum Geitauer Alpl1 führt.

Auf den Aiplspitz

Am Geitauer Alpl beginnt ein Steig, der sich anfangs noch gemütlich durch das Almgelände zieht. Später leitet er über Geröll in eine Scharte unter dem Aiplspitz Nordgrat empor. Zum Ende hin ist das sehr steil. An der Scharte kommt auch ein Steig aus dem Aurachtal herauf sowie ein weiterer von der Heißenplatte herüber. Nun aus der Scharte in einfacher und kaum ausgesetzter Kletterei (I) über den Nordgrat auf den Aiplspitz2. Die Route ist exzellent markiert. Auf Steinschlag achten.

Rauhkopf und Taubenstein

Man folgt dem Südwestgrat über einige Felsstufen (I) auf Benzingspitz und Jägerkamp zu. Ein paar Meter sind exponiert. Im Bereich des Tanzecks links abzweigen und an der Schnittlauchmoosalm vorbei in den Rauhkopfsattel hinab. Von dort geht es mit Gegenanstieg über den Rauhkopf zur Bergstation der Taubensteinbahn. Kurz nach der Seilbahn lässt sich je nach Wunsch noch der Taubenstein3 mitnehmen. Durch die beeindruckende Westwand des Taubensteins ziehen sich schwere Kletterrouten.

Zur Rotwand

Der Panoramaweg vom Taubenstein zur Rotwand ist nicht zu verfehlen. Am Lämpersberg steigt man erneut bergauf. Wenn man um den Rotwandkamm herumkommt, gibt es eine Verzweigung. Wer zum Rotwandgipfel4 möchte, nimmt den Pfad links durchs Gras. Andernfalls auf dem breiteren Weg ohne Gipfelabstecher gleich direkt zum Rotwandhaus5, das auf einem Absatz zu Füßen der Rotwand steht.

Durch den Pfanngraben zur Waitzingeralm

Pfanngraben und Waitzingeralm sind überall ausgeschildert. Zunächst wandert man vom Rotwandhaus zur nahen Kümpflscharte. Über offenes Weideland geht es dann an der Kümpflalm6 vorbei, wo 2006 der Braunbär Bruno erlegt wurde.
Jenseits der Kümpflalm gelangt man bald in den Wald. Die Abzweigung zum Elendsattel bleibt links liegen. Danach wird es besonders schön. Immer wieder überquert der Weg kleine Zuflüsse, die hinunter in den Pfanngraben7 plätschern. Dabei nähert er sich mehr und mehr der romantischen Schlucht mit ihrem rauschenden Gebirgsbach und endet schließlich unten bei der Waitzingeralm. Achtung, die Bushaltestelle befindet sich nicht dort, wo der Wanderweg in die Valepper Straße mündet, sondern ein paar Meter weiter südlich.