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Tischoferhöhle

Die Bärenhöhle im Kaisertal

(aktualisiert am )

Der seltsame Name der Tischoferhöhle beruht wohl auf einem Hörfehler. Einheimische bezeichneten sie im Dialekt als d'Schofer Höhle, weil darin Schafe Unterstand fanden. Die menschliche Nutzung reicht nach archäologischen Untersuchungen bis in die Altsteinzeit zurück. Außerdem lebten in ihr bis vor etwa 28 000 Jahren Höhlenbären. Es wurden Knochenreste Hunderter Tiere ausgegraben.

In der Festung Kufstein werden drei komplette Höhlenbärenskelette sowie weitere Funde aus der Tischoferhöhle ausgestellt.
Im Jahr 1906 fanden in der Tischoferhöhle umfangreiche Ausgrabungen statt. Dabei wurden vor allem Knochen von ausgestorbenen Wildtieren, außerdem Haustier­knochen sowie einige menschliche Skelettreste gefunden. Die geborgenen Gegenstände umfassen unter anderem Steinwerkzeuge, Knochen­schmuck, Bronzereste und Keramikscherben. Datenquelle: Internet Archive