1. Geschichte
  2. Wandertipps
  3. Wettersteingebirge
  4. Alpintourismus

Stangensteig

Relikt des Bergbaus im Höllental

Der Stangensteig ins Höllental diente ab 1845 als Transport­weg für den Blei­berg­bau. Mit dem auf­kommenden Alpin­tourismus entdeckten ihn auch die Berg­steiger für sich. Beim späteren Molybdän­bergbau zu Beginn des 20. Jahr­hunderts nutzten ihn die Knappen noch als Arbeits­weg. An den lawinen­gefährdeten Stellen wurden 1916 enge Durch­gangs­stollen in den Fels gesprengt. Der Flurname Auf der Stange bezeichnet wohl das lang­gezogene Band in der Nordost- und Ostwand des Waxensteins, über das der Steig verläuft.
Stand:

Bevor der Stangensteig um 1845 für den Erztransport ausgebaut wurde, war sein Verlauf offenbar anders. Wie im Urpositionsblatt Eibsee und Umgebung im Jahre 1826 zu sehen ist, gab es noch keine Klammbrücke und somit blieb der Steig auf der Seite des Waxensteins. Datenquelle: Geoportal Bayern (CC BY-ND 3.0)
Im Jahr 1888 ließ der Deutsche Alpenverein die Eiserne Brücke über die Höllentalklamm anlegen, um den Stangensteig sicher begehbar zu machen. Zuvor gab es nur eine einfache Stammbrücke, die zeitweise wohl nicht einmal ein Geländer besaß.