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Simetsberg

Bergname mit heidnischen Wurzeln

Das heidnische Sonnwendfeuer wurde mundartlich auch Simetsfeuer genannt. Mit der christlichen Umdeutung als Johannisfeuer geriet das Wort in Vergessenheit. Berge sind ein symbolträchtiger Ort für ein Sonnwendfeuer. Neben dem Simetsberg im Estergebirge gibt es noch einen weiteren im Steinernen Meer bei Berchtesgaden. Ältere Schreibweisen deuten allerdings darauf hin, dass die beiden Berge eher auf den Personennamen Simon zurückgehen.

Landtafel 21 von Philipp Apian aus dem Jahr 1568 mit dem Estergebirge. Der Simetsberg ist als Simontsperg eingetragen. Seine Position liegt bei Apian zu weit nördlich, genau wie diejenige des Hirschbergs, während der Heimgarten zu weit nach Süden gerutscht ist. Datenquelle: Bayerische Staatsbibliothek (CC BY-NC-SA 4.0)