1. Geschichte

Rottwesen

Etappenweiser Warentransport auf Handelsrouten

Das Rottwesen war ein bis ins 18. Jahrhundert praktizierter etappenweiser Warentransport von einer Rottstation zur nächsten. Die Fuhrleute der jeweiligen Rottstation hatten das vom Landesherrn verliehene alleinige Recht inne, die Güter bis zur nächsten Station zu befördern. Die Rott war ein einträgliches Geschäft, verpflichtete aber als Gegenleistung zur Instandhaltung der Straßen. Neben der Landrott mit Pferde­fuhrwerken existierte auch eine Wasserrott per Floß.
Stand:

Diese Bronzeskulptur von Hubert Lang in Oberammergau erinnert daran, dass der Ort ab 1332 eine Rottstation mit Niederlagsrecht, also Verkaufsrecht, war. Das Rottprivileg wurde von Kaiser Ludwig dem Bayern verliehen. Die Rottstraße verlief von Oberau im Loisachtal über den steilen Kienberg und Ettal nach Oberammergau und von dort weiter Richtung Augsburg.