1. Holzwirtschaft

Kohlenmeiler

Vorindustrielle Brennstoffgewinnung

Ein Kohlenmeiler dient der Erzeugung von Holz­kohle. Er besteht aus einem runden, hoch aufgeschichteten Holzhaufen von mehreren Metern Durchmesser, der mit Lehm, Moos und Gras luftdicht abgedeckt ist. Nach dem Entzünden läuft über mehrere Wochen ein Schwel­brand ab. Dabei verdampft das Wasser aus dem Holz. Das gegenüber Brennholz geringere Gewicht der Holzkohle war früher beim Transport mit Pferde­fuhr­werken entscheidend. Bis ins 19. Jahrhundert waren Meiler weit verbreitet. Namen wie Kohlstatt, Kohlberg oder Kohlwies erinnern an die Plätze, wo sie standen.
Stand:

Modell eines Kohlenmeilers im Holzknechtmuseum Ruhpolding. In der Mitte steht die dicke Kendelstange, um die herum die Scheite aufgeschichtet werden.