Neu im Bergwissen

Crinoidenkalk
Fossilienreiches Juragestein
GeologieGesteine

Der rosarote Crinoidenkalk ist ein Sedimentgestein der Nördlichen Kalkalpen, das im Unteren bis Mittleren Jura auf flachmeerischen Schwellen entstand. Seinen Namen erhielt der Crinoidenkalk wegen der darin massenhaft enthaltenen versteinerten Seelilien und Haarsterne, die wissenschaftlich Crinoidea genannt werden. Teilweise spricht man auch von Hierlatzkalk nach einem Vorkommen am Berg Hirlatz bei Hallstatt in Österreich.
Bunte Jurakalke
Marmorartiges Sedimentgestein
GeologieGesteine

Im kleinräumig strukturierten Jurameer wechselten sich flache Bereiche mit tiefen Becken ab. Auf den flachen Schwellen bildete sich in einer geringen Sedimentations­rate der Schwellenkalk. Eisenoxid verleiht ihm oft eine rote Farbe. Es gibt aber auch grünliche und gelbliche Jurakalke. Unruhige Ablagerungs­bedingungen mit Umlagerungen und im Sediment wühlenden Lebewesen führten zu einem teils marmor­ähnlichen Aussehen. Als so genannter Mittenwalder, Tegernseer oder Ruhpoldinger Marmor fanden die dekorativen Natursteine in vielen Schlössern und Sakralbauten Verwendung.
Kuhflucht
Zufluchtsort der Kühe bei Hochwasser
Alpine FlurnamenAlmwirtschaft

Als Flucht werden im Gebirge Orte bezeichnet, an denen das Vieh bei Gefahr Zuflucht findet, so etwa die Schneeflucht bei plötzlichem Schneefall. Den Berghang der Kuhflucht suchte das Vieh wohl bei Unwetter oder Hochwasser auf, wenn die Weiden an der Loisach überschwemmt wurden. Die akademische Herleitung vom lateinischen CONFLUCTUM für den Zusammenfluss von Kuhfluchtgraben und Loisach ist phonetisch nicht plausibel und widerspricht den historischen Karten.
Sölde
Bäuerliches Kleinstanwesen
GeschichteHandwerk

Eine Sölde war ein bäuerliches Kleinst­anwesen mit wenig Grundbesitz. Während zu einem ganzen Hof etwa 100 Tagwerk gehörten, umfasste eine Sölde nur 1/8 bis 1/16 davon. Der landwirt­schaftliche Ertrag dieser kleinen Hofstellen reichte für den Lebens­unterhalt nicht aus. Söldner betrieben die Land­wirtschaft nur im Nebenerwerb und arbeiteten hauptsächlich als Handwerker, Knappen, Holzknechte oder Tagelöhner.
Arnoweg
Weitwanderweg im Salzburger Land
Weitwanderwege

Weitwanderweg mit mehreren Varianten quer durch das Salzburger Land auf den Spuren des Salzburger Erzbischofs Arno. Neben der Kirchengeschichte und wertvollen Kulturdenkmälern steht vor allem die landschaftliche Schönheit der Gebirgswelt im Vordergrund.
Findling
Mitbringsel der Gletscher
Geologie

Ein Findling ist ein vom Gletscher verfrachteter Felsblock. Die wissen­schaftliche Bezeichnung lautet erratischer Block von lateinisch ERRARE für umherirren. Findlinge können bis zu mehrere Tausend Tonnen wiegen und sind dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Gestein bestehen, das vor Ort nicht vorkommt. Je nachdem, ob das Eis sie umschloss oder sie auf der Gletscher­oberfläche der Erosion ausgesetzt waren, sind sie eher kantig oder rundlich.