Neu im Bergwissen

Sölde
Bäuerliches Kleinstanwesen
GeschichteHandwerk

Eine Sölde war ein bäuerliches Kleinst­anwesen mit wenig Grundbesitz. Während zu einem ganzen Hof etwa 100 Tagwerk gehörten, umfasste eine Sölde nur 1/8 bis 1/16 davon. Der landwirt­schaftliche Ertrag dieser kleinen Hofstellen reichte für den Lebens­unterhalt nicht aus. Söldner betrieben die Land­wirtschaft nur im Nebenerwerb und arbeiteten hauptsächlich als Handwerker, Knappen, Holzknechte oder Tagelöhner.
Arnoweg
Weitwanderweg im Salzburger Land
Weitwanderwege

Weitwanderweg mit mehreren Varianten quer durch das Salzburger Land auf den Spuren des Salzburger Erzbischofs Arno. Neben der Kirchengeschichte und wertvollen Kulturdenkmälern steht vor allem die landschaftliche Schönheit der Gebirgswelt im Vordergrund.
Findling
Mitbringsel der Gletscher
Geologie

Findlinge sind Felsblöcke, die vom Gletscher verfrachtet wurden. Die wissen­schaftliche Bezeichnung lautet erratischer Block, von lateinisch ERRARE für umherirren. Findlinge können bis zu mehrere Hundert Tonnen wiegen und sind dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Gestein bestehen, das vor Ort nicht vorkommt.
Eiskeller
Karsterscheinung im Laubensteingebiet
Geologie

Der durch Verkarstung entstandene längliche Grubalmkessel im Laubensteingebiet wird gemeinhin als Eiskeller bezeichnet. An seiner schattigen Südostseite unter dem Abereck hält sich der Schnee lange und im Sommer strömt kalte Luft aus einigen Wetterlöchern. Dadurch wächst dort eine für diese Höhe ungewöhnliche alpine Flora. Das Wasser läuft aus dem Kessel unterirdisch über einen Ponor ab und kommt mehrere Hundert Meter tiefer bei der Hammerbach­quelle wieder zum Vorschein.
Gund
Allgäuer Wort für ein Hochtal
Alpine FlurnamenAllgäu

Das Wort Gund ist in Allgäuer Flurnamen überaus häufig vertreten. Es steht für Kar, Hochtal, Kessel oder Wanne. Vermutlich entwickelte es sich aus dem romanischen CUMBETA, welches wiederum auf ein keltisches Wort zurückgehen könnte.
Vorderriß
Kleiner Ort mit großer Geschichte
GeschichteKarwendel

Vorderriß besteht aus einem Gasthof, einer stillgelegten Sägemühle, einem Forstanwesen und dem ehemaligen königlichen Jagdhaus. Bekanntheit erlangte der Ort vor allem durch die Kindheits­erinnerungen des Schriftstellers Ludwig Thoma. Sein Vater war Oberförster in der Riß. Damals weilte auch König Ludwig II. häufig im dortigen Königshaus, das sein Vater Maximilian II. hatte errichten lassen.